Autor/in: Tanne

„Wir färben Ostereier“

» 1. Zielgruppe:

  • Orientierte und demente alte Menschen, mit Freude an festlichen Vorbereitungen
  • Frau L., Frau W. und Frau S.

» 2. Grund der Themenauswahl:

  • Aktivierung der Bewohner
  • Zeitorientierung
  • Gefühle

» Das diesjährige Osterfest beginnt am darauffolgenden Gründonnerstag

» Jede Jahreszeit und jedes einzelne Jahresfest löst seine eigenen Stimmungen und Erinnerungen aus, durch z. B. (wie bereits durchgeführt)

» Adventgestecke basteln = „Erinnerungen an die früheren Festtage im Kreise der Familie und Freunde, an den Winter (früher meist weiße Weihnacht=) usw.“

» Ostereierfärben soll ebenfalls an die Zeit mit der Familie und an den Frühling erinnern und bei den teilnehmenden Bewohnern bin ich mir sicher, das es meist glückliche Erinnerungen sind

  • Zeitorientierung

» Osterfest = Frühjahr

» 3. Ziele:

  • Erinnerung, mit Hilfe der Sinne

» Augen, Ohren, Nase, Mund, Tasten usw.

» an ein christliches Fest wecken

  • Gemeinsamkeit fördern/erleben.
  • Sicherheit vermitteln

» Orientierung, bekannte Erinnerungen

» 4. Vorüberlegungen:

  • Wer möchte mit machen?

»3 Damen von meiner Station, sie haben alle eigene Kinder gehabt und mit diesen früher auch Eier gefärbt (Habe ich hinterfragt)

  • Wo färben/trinken wir Kaffe, da unsere Station über keinen Aufenthaltsraum verfügt?

»In diesem Fall nutzen wir das Zimmer von Frau W. und Frau L.(beide machen mit), es ist ziemlich groß und bietet für 3 Teilnehmer Platz

  • Wie viele Eier färben wir?

»20 Stück, dann haben wir für jeden Stationsbewohner ein Ei gefärbt und auch für das an Ostern anwesende Personal, so haben auch Bewohner etwas davon die nicht teilnehmen konnten bzw. wollten

  • Wann?

»Am 13.04.01

  • Zeit?

»Ab ca. 14.15 Uhr, dann können die Teilnehmer ihren gewohnten Mittagsschlaf einhalten

  • Was biete ich an?

»Ich werde ein selbstgebackenes Osterlämmchen mitbringen

»Tee bzw. Kaffee kochen, dies natürlich nicht nur für die 3 Teilnehmerinnen, sondern auch für die übrigen Bewohner, welche sich nicht an der Aktivierung beteiligen wollen/können …

» 5. Einladung:

  • Schriftlich und mündlich(da ich letztes Jahr nur mündlich eingeladen habe und niemand sich daran erinnern konnte)

» 6. Informationen und Absprachen:

  • mit meiner Wohnbereichsleiterin und mit meinen Kolleginnen = mündlich
  • mit dem Küchenpersonal, da ich dort die Eier bestellt habe = mündlich und auf Bitte des Küchenpersonals mit einer kleinen Notiz als Erinnerung (siehe diese im Anhang)
  • Dekoration/Hintergrund

»Unsere Station ist bereits mit Osterhasen dekoriert

» Frau L. und Frau W. haben bereits selbstgebastelte Deko in ihrem Zimmer hängen, da sie regelmäßig an der Beschäftigungstheraphie teilnehmen

  • Nicht durchgeführt wird

» Abkochen der Eier, da ich Farbe zum „Kalteierfärben“ besorgt habe (Ich habe bedenken, das sich ansonsten jemand an einem heißen Ei verbrüht oder jemand sich nicht traut ein heißes Ei anzufassen) » Eierfärben mit allen Bewohnern, da teilweise kein Interesse besteht oder auch die Fähigkeiten nicht mehr vorhanden sind

» 7. Finanzierung:

  • Es entstehen nur geringe Kosten für die Eierfarbe, die ich gerne bereit bin zu übernehmen (3,99DM)
  • Lämmchen backe ich privat und ich sehe kein Problem eines zu spendieren (Es wird mit Fruchtzucker zubereitet, da Frau S. Diabetikerin ist)

» 8. Programmplanung:

– Erforderte nicht so große Überlegungen, wie letztes Jahr mit dem Gesteck, da die 3 Frauen sofort begeistert waren

» 9. Durchführung:

  • 11. April 01
  • Vorbereitung des Zimmers

» Übernehme ich, ca. 10 Minuten: Vorbereitung des Arbeitsplatzes mit Zeitungen auslegen usw.

» Während der Ausführung, ab ca. 14.30 Uhr wird das Osterlämmchen und auch Kaffe und Tee bereitstehen, da die Ausführung in die Kaffeezeit fällt

» Lämmchen und Kaffee/Tee wird an die übrigen Bewohner von meiner Arbeitskollegin verteilt

» Ausführung bis ca. 15.30 Uhr

» Aufräumen des Zimmers von ca. 15.30 Uhr bis 14.45Uhr

» Die Eier werden danach in den Kühlschrank gestellt und am Gründonnerstag von den 3 Frauen und mir zum Frühstück verteilt (ich möchte die Eier nicht bis zum Ostersonntag stehen lassen, außerdem werden die übrigen Bewohner dann am Gründonnerstag auf Ostern eingestimmt)

» 10. Reflexion, Auswertung und Dokumentation:

  • Aufgrund der Demenz, der teilnehmenden Bewohner, habe ich dieses Mal sowohl mündlich als auch schriftlich erinnert/eingeladen. Dieses Mal konnte sich dann auch eine der drei Damen an das Eierfärben erinnern und freute sich schon tagelang darauf
  • Frau W. und Frau L. färbten selbstständig die Eier und rieben diese mit Speck ein, Frau S. benötigte meine Hilfe hatte aber dennoch sichtlich Spaß bei der Sache
  • Das Osterlämmchen ist sehr gut angekommen und man erzählte mir das man früher an Karfreitag gebacken und Ostereier gefärbt hat (mit Sut von roter Beete, Spinat usw.), des weiteren erfuhr ich, dass die meisten älteren Leute früher an Karfreitag Fisch aßen.
  • Alles in allem war ich sehr zufrieden mit diesem Nachmittag, da die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen (im Gegensatz zum Adventgesteck) gut zum Vorschein kam, nach eigener Aussage hat ihnen der Nachmittag gut gefallen (Frau L. hat sogar auf eine Messe verzichtet, von der ich leider nichts wusste, sonst hätte ich den Termin anders gelegt)
  • Auch meine Kolleginnen und Angehörige/Besucher die von der Aktion mitbekommen waren begeistert, da dies mal wieder was „anderes“ für die genannten Bewohner war, was man ihnen auch dieses Mal anmerkte (Frau S ist auch dieses mal bei der Durchführung nicht aufgestanden um, wie gewöhnlich über die Station zu laufen)

» 11. Was werde ich beim nächsten Mal anders machen?

  • Im Gegensatz zu der ersten Durchführung ist mir nichts negatives aufgefallen, dass sich zwei der Bewohnerinnen, wieder nicht an die Durchführung erinnern konnten ist leider nicht zu ändern, dennoch werde ich die zusätzliche schriftliche Einladung beibehalten (Eine Bewohnerin ermutigt doch ungemein)

» 12. Anlage die Notiz für die Küche und einige Fotos von unserem gemeinsamen Nachmittag

Meine Notiz für das Küchenpersonal

Frau W. am vorbereiteten Arbeitsplatz

Frau L. war ganz in ihrem

Element

Hier sind alle „Künstler“ am Werk

Hier hat Frau S. hat ein Ei beklebt (und

begutachtet es kritisch???)

Frau L. verteilt die Eier

Frau W. beim bekleben

Frau L. beim bekleben

Noch mal alle Künstler

Geschafft! Frau L. ist stolz auf das vollbrachte

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