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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Kathrin
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Tagesgestaltung zum Thema Ostern

Planung der Tagesgestaltung

Teil 1 / teil 2

Beschreibung der Ausgangslage

Thema: Ostern
Ort:  xxxxxxxxxxxx
Raum:  Kaffeegarten
Datum: 10. April 2006
Zeit:  14.00 Uhr
Dauer:  90min

Vorstellung der Bewohner:

Bewohner 1:
   Frau D. wurde am 10.06.1922 geboren, ist verheiratet und wohnt mit ihrem Mann seit   dem 19.4.04 in diesem Haus. Sie haben eine Tochter. Frau D. ist sehr kontaktfreudig und bringt sich überall gut mit ein. Sie strickt in ihrer Freizeit.

Bewohner 2:
   Frau G. wurde am 08.11.1933 geboren, ist verheirate und lebt ebenfalls mit ihren Mann im Heim seit dem 26.01.1996. Sie haben eine Tochter. Frau G. ist eher zurückhaltend und hat ab und zu eine undeutliche Aussprache. Sie leidet unter    Osteoporose. In ihrer Freizeit Spielt sie gerne und Puzzelt.

Bewohner 3:
   Frau R. wurde am 06.12.1914 geboren, ist verwitwet und wohnt mit ihrer Tochter
   Frau B. seit dem 30.12.2002 im Hause. Sie hat ab und an Schwindelanfälle, die aber mit den Medikamenten gut unter Kontrolle gehalten werden. Sie nimmt gerne an    Aktivitäten im Hause teil und spielt jeden Nachmittag mit einigen Bewohnern des   Hauses.

Bewohner 4:
   Frau B., ledig, wurde am 27.09.1936 geboren, sie wohnt mit ihrer Mutter Frau R.
   dem 30.12.2002 im Hause. Sie hat keine Kinder und leidet unter art. Hypertonie
   und Demenz. Frau B. Puzzelt und Spielt gerne in ihrer Freizeit.

Bewohner 5:
   Frau N., verwitwet, wurde am 26.01.1913 geboren und hat 3 Töchter. Sie lebt erst seit    kurzem (28.11.2005) im Heim, hat sich aber schon gut eingelebt. Sie hatte vor    Jahren mal einen Schlaganfall. Frau N. stickt für ihr Leben gern, auch wenn die Finger    nicht mehr ganz so wollen.

Bewohner 6:
   Frau L. wurde am 24.04.1930 geboren, ist ledig und hat keine Kinder. Sie wohnt seit    dem 25.09.2001 im Heim und leidet unter Depressionen, Angstzuständen und hat   einen Diabetes. Frau L. brauch besondere Aufmerksamkeit, da sie sonst schnell die    Fassung verliert und ihr Selbstwertgefühl am Boden liegt. Sie hat früher mit anderen    Bewohnern des Hauses gespielt, was aber im Moment total abbaut, da sie nicht mehr leben möchte oder Angst hat, dass sie nicht mehr gehen kann, das sie nicht weiß wie    sie zurück kommt, trotz Hilfeangebot vom Personal.

Bewohner 7:

   Frau Br., verwitwet, wurde am 01.01.1915 geboren und hat keine Kinder, aber guten   Kontakt zu ihrem Neffen. Sie wohnt seit dem 24.05.2002 in diesem Haus und leidet    unter Gleichgewichtsstörungen, Schwindel und hat zeitweise eine Desorientierung. Sie    ist sehr mobil, geht viel spazieren und ist sehr kontaktfreudig.

Bewohner 8:
   Herr W. wurde am 09.10.1919 geboren, er ist verheiratet und lebt seit dem 12.11.2003   im Heim. Seine Frau lebt noch im gemeinsamen Haus und sie haben keine Kinder.  Herr W. ist ein so genannter Eigenbrödler, man bekommt ihn schlecht aus seinem   Zimmer, lehnt Spaziergänge ab, macht bei Veranstaltungen im Haus nie mit. Er gibt   seine Zusage bei Veranstaltungen nur, wenn er weiß es geht um Prüfungen oder Test, wie auch jetzt zu dieser Tagesgestaltung.

Didaktische Absicht

Mit meiner Tagesgestaltung möchte ich den TN das Thema „Ostern“ näher betrachten.
Ich habe das Thema ausgewählt, da ich glaube es fällt jedem TN etwas dazu ein,
zudem passt es in die Jahreszeit.

Mein Ziel ist es die Teilnehmer gezielt zu beschäftigen. Ich möchte zu Gesprächen anregen und bei den TN Erinnerungen an früher wecken. Die TN sollen sich wohl fühlen können. Durch Gespräche und Rätsel haben die TN die Gelegenheit sich näher zukommen, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und sich auszutauschen. Außerdem soll es viel Freude und Spaß machen miteinander nachzudenken, in Erinnerungen zu schwelgen, zu basteln und zu raten. Gleichzeitig regt mein Programm die Konzentrationsfähigkeit, die Feinmotorik, den Tastsinn und das Denkvermögen an. Es sollen möglichst viele Sinne bei den TN angeregt werden. In erster Linie soll es aber allen Teilnehmern Spaß und Unterhaltung bringen und eine Abwechslung vom Alltag sein.

Einstieg


Arbeitsablauf

Begründung

1.
Begrüßung der TN und bedanken für Ihr Kommen

- Höflichkeit
- Vermeidung von Isolation
- Steigerung der Gruppenzugehörigkeit

2.
Vorstellen der TN

- Förderung und Vertiefung sozialer
   Kontakte
- Kontakt zu anderen unbekannten Person
   herstellen

3.
Gesprächsrunde einleiten zum Thema

- Erinnerungen wachrufen durch Gespräche
- Aktivieren des Langzeitgedächtnisses-
  erzählen wie es früher war
- Kommunikation anregen & fördern,  
- Austausch von Erfahrungen, Erlebtem
- Ängste abbauen
- Förderung des Selbstbewusstseins

Hauptteil


Arbeitsablauf

Begründung

4.
Rätsel vorlesen und lösen lassen

- Förderung der Aufmerksamkeit
- Steigerung der Motivation
- Förderung des Langzeitgedächtnisses
- Förderung der Sinnesfunktion Gehörsinn
- Förderung des Selbstbewusstseins

5.
Fingerspiel vorführen und gemeinsam durchführen

- Förderung der Aufmerksamkeit
- Steigerung der Motivation
- Reaktion und Koordination wird gefördert
- Förderung der Feinmotorik
- Lockerung der Finger

6.
Osterhasen basteln
Sträucher aufteilen & in die Vase stellen

- Kontakt zu anderen Person herstellen
- Förderung des Langzeitgedächtnisses
- Förderung der Fein- und Grobmotorik
- Förderung der Sinnesfunktion Tastsinn
- Erfolgserlebnis haben
- Selbstwertgefühl durch Erkennen von
  vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten
  stärken

7.
Lückengeschichte vortragen und
ergänzen lassen

- Erinnerungsträger
- Spaß daran haben
- Anregung der Phantasie
- wieder aufrufen von Wissen aus dem
  Langzeitgedächnis
- Förderung des Selbstbewusstseins

Schlußteil


Arbeitsablauf

Begründung

8.
Kaffe Tafel

Jeder TN erhält ein Getränk und
Kuchen

- gemütliches Beisammen sitzen
- für soziale Kontakte sorgen
- Förderung der Sinnesfunktion sehen
- für ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen
- Geruchs- und Geschmacksinn anregen
- Erinnerungen wachrufen

9.
Verabschiedung von den TN und bedanken für das Mitmachen

mit dem „Ostergedicht“

- Höflichkeit

- Entspannung nach der Tätigkeit


Methodische Umsetzung


Beschreibung der Vorbereitung:

Ich habe mir überlegt, welches Thema ich nehmen kann und bin zum Entschluss gekommen das ich mit den TN über Ostern sprechen möchte und was basteln, da es gerade in die Jahreszeit passt. Ich habe im Internet nach Informationen gesucht wie Lieder, Gedichte, Rätsel, Geschichten, Basteleien oder Spiele.
Nachdem ich einiges an Material zusammen gesucht hatte, setze ich mich an den PC und arbeitetet das Programm aus und überlegte was ich mit welchem Schritt fördern oder anregen möchte.
Leider wurde ich durch einen Magen- Darm- Virus aufgehalten und musste so den ersten Termin verschieben.
Nachdem es mir besser ging, besorgte ich die Materialien für den Kochlöffel- Hasen.
Ich schrieb das Programm für die Unterlagen, bastelte Einladungen und Tischkarten, druckte die Geschichte, Rätsel, Fingerspiel, Lieder und Gedichte in passender größe aus und bereitete die Materialen vor. Dazu gehörte, dass ich die Kochlöffel komplett braun anmalte, im Anschluss die Augen und Zahnpartie in weiß aufmalte und die Nasen erhielten die Farbe rot, da es in der Tagesgestaltung zu lange bräuchte um trocken zu werden. Ich bereitete des Weiteren die Moosgummi Teile vor und Band die Schleifen aus den Pfeifenputzer.

Für die Tagesgestaltung werde ich einen Diabetiker Kuchen backen, da Frau Licht Diabetikerin ist und alle das gleiche auf dem Teller bekommen sollen, damit keine Neider entstehen und sich Frau Licht nicht ausgeschlossen fühlt, sie lehnt auf Station immer den Diabetiker Kuchen ab, deshalb wird kein Wort darüber fallen, das es einer ist.
Ich stellte alle, von mir gekauften und ausgesuchten (Dekoration für den Tisch/ Raum) Materialen zusammen und werde Kopien für die TN inklusive Reserven anfertigen.

Im Vorfeld werde ich die Einladungen persönlich an die Bewohner verteilen und sie immer mal wieder darauf hin ansprechen, so dass sie den Termin nicht vergessen können.
Einen Tag zuvor werde ich Sträucher aus der Natur besorgen für die Vasen.
Ich werde am Tag der Tagesgestaltung den Raum vorbereiten, alle Materialen (Bastelsachen, Sträucher, Vasen, Kuchen, Deco, Tischkarten) verteilen und den Kaffeetisch (von der Küche) eindecken lassen.
Mir wird eine Mitarbeiterin zur Seite stehen und mit ihr werde ich dann die Bewohner abholen und das Programm durchführen.

      • Organisation:
  • Programm erarbeiten und ausarbeiten
  • Materialen besorgen
  • Kochlöffel- Hasen vorbereiten
  • Einladungen verteilen
  • Bericht schreiben
  • Kuchen backen
  • Kopien anfertigen
  • Sträucher besorgen
  • Tisch eindecken lassen
      • Absprachen:
  • die Küche hilft mit beim
    • decken der Kaffe Tafel (11 Personen)
    • stellt den Kaffe bzw. Tee zur Verfügung
  • die Hausmeister helfen mit beim

- stellen der Tische

  • eine Mitarbeiterin hilft mir bei

- der Betreuung der TN und gibt Hilfestellungen

Auswahl der Methoden:

Es sollen möglichst viele Sinne bei den TN angeregt werden, dadurch entschied ich mich für verschiedene Methoden, um es abwechslungsreich zu gestalten. Es wurde eingearbeitet ein Gedächtnistraining (Rätsel, Lückengeschichte), Koordination  und Förderung der Fein- und Grobmotorik (Osterhasen basteln, Sträucher aufteilen und in die Vase stellen), Anregung der Sinnesfunktionen (Kaffe Tafel) und Förderung einer Gemeinschaft (Gespräche, Gedicht).
Aber vor alledem war mein Motto Spaß (allgemein) bei der Tagesgestaltung zu haben.

      • Material inklusive Reserven:
  • Bräuche  - 1 mal
  • Rätsel - 1 mal
  • Fingerspiel    - 15 mal
  • Bastelsachen:   12 angemalte Kochlöffel und Nasen, Ohren gerade und krumm,

  Gesichter, Schleifen aus Pfeifenreiniger, Wackelaugen,
   2-mal Kleber, Scheren, schwarze Stifte

  • 1 Kuchen, Servietten, Kerzen, Mineralwasser, Kaffee, Tee, Deko, Sträucher,
  • Vasen mit Wasser, Zeitungen
  • Ostergedicht - 15 mal
  • als Reserve Gedichte (1 mal), Lieder (15 mal), Rätsel (1 mal)

Kosten

Die Kosten für das benötigte Material der Tagesgestaltung hat teilweise das Heim übernommen. Darunter fallen die kompletten Bastelsachen.
Kerzen, Servietten und Dekoration stammen aus meinem Hausgebrauch und wurden nicht extra für die Tagesgestaltung gekauft. Die Sträucher kommen aus der Natur und die Vasen werden vom haus gestellt. Die Zutaten des Kuchens habe ich selbst bezahlt.

Darstellung der Durchführung mit Zeitangaben

Programm

Zeitangaben in min

Begrüßung
Vorstellung von den TN und sagen was mit Ostern verbunden wird
Gesprächsrunde

 10

Rätsel vorlesen

5

Fingerspiel1x vorführen
2x jede Hand (eventuell bei Bedarf mehr)

10

Osterhasen erklären, basteln
Sträucher aufteilen & in die Vase stellen

30

Lückengeschichte vortragen und ergänzen lassen

5

Kaffee trinken
Verabschiedung mit dem „Ostergedicht“

30


Ausweichmöglichkeit/ Reserve:

Ich sehe
die Gedichte („Ostergedicht“, „Frühlingsglaube“, „Das Häslein“ und „Der erste Ostertag“), die Lieder („Kuckuck“„Alle Vögel sind schon da“, „Im Märzen der Bauer“ und „Es war eine Mutter“) und
die Rätsel in gewisser Weise als Ausweichmöglichkeit, falls die Gesprächs-, Bastel- oder Rätselrunde früher beendet ist als geplant, da ich nicht einschätzen kann wie die Beteiligung an der Tagesgestaltung sein wird und vor alledem wie gut die TN rätseln und mitarbeiten.
Sollte keine Zeit mehr übrig sein, lasse ich die Lückengeschichte weck oder setze sie an die Stelle des Ostergedichtes und beende so den Nachmittag.

Reflexion

Die Planung und das Programm habe ich einhalten können. Ich brauchte die Reserven nicht nutzen, da die Zeit gut ausgefüllt wurde. Ich war zu Anfang sehr unruhig, somit lief die Vorstellung nicht so wie geplant und es verlief ein wenig kaotisch.
Die Gesprächsrunde war sehr schleppend und ich habe sie nicht in Gang bekommen, was teilweise an die Fehlanordnung der Bewohnerin (Frau N.- schwerhörig) lag und das ich die stillen Bewohner nicht richtig mit einbezogen habe. Bei den Rätseln hätte ich die Bewohnerin Frau L. ein wenig bremsen müssen, damit die anderen auch mal ein lösen hätten können.
Beim Fingerspiel haben alle Bewohner gut mitgemacht und es hat ihnen auch sichtlich gefreut. Das basteln verlief reibungslos, nur die Ungeduldigkeit auf den Klebstoff brachte mich ein wenig aus der Fassung. Das Vasefüllen verlief gut und alle erfreuten sich dann an den fertigen Vasen. Bei der Kaffeetafel war mein Sitzplatz nicht gerade der beste, wurde aber durch das Teewasser aufsetzen nicht mehr beeinflussbar.
Die Ziele sind in meinen Augen erreicht worden. Die TN haben alle sehr gut mitgearbeitet und keiner hat sich ausgeschlossen. Ab dem gemeinsamen basteln ergaben sich auch bis zur Verabschiedung gute Gespräche unter den Bewohnern selbst. Ich hätte mir für die Kaffeetafel noch ein paar Fragen ausdenken können, um ein gemeinschaftliches Gespräch zu führen. 
Nach der Tagesgestaltung und auch noch am nächsten Tag (wurde mir vom Personal berichtet) erhielt ich positive Rückmeldungen von den Teilnehmern, dass es Ihnen Spaß gemacht hätte und das durch den Strauß ein wenig Ostern ins Zimmer eingezogen ist.
Die Tagesgestaltung lief nach ein paar Start Schwierigkeiten, vom meinem Gefühl her, gut ab.
Das nächste mal muß ich mir nur die Tischordnung besser zusammenstellen.

Anlagen

Anlage

Quellennachweis

Programm, Einladung & Tischkarten

Lieder

http://ingeb.org

Gedichte

http://ostern-mit-dem-osterhasen.de

Rätsel, Fingerspiel, Lückengeschichte

http://www.kindergarten-workshop.de

Mandarinentorte für Diabetiker

http://www.chefkoch.de

Programm

  1. Begrüßung inklusive Vorstellung von mir
  1. Vorstellen und sagen was Sie mit Ostern verbinden?
  1. Gesprächsrunde!
    • Was verbinden Sie mit Ostern?
    • Kinderzeit – Elternzeit, wie wurde Ostern gefeiert?
    • Kennen Sie Bräuche zu Ostern? Zettel » Bräuche
    • Haben Sie vorher schon mal zu Ostern gebastelt? Was?
  1. Rätsel vorlesen
  1. Fingerspiel
  1. Osterhasen basteln, Sträucher aufteilen & in die Vase stellen
  1. Lückengeschichte vortragen und ergänzen lassen
  1. Kaffee trinken
  1. Verabschiedung mit dem „Ostergedicht“

Reserve:
Gedichte
Lieder
Rätsel

Bräuche
DAS OSTERFEUER
Die Entzündung und Weihung des Osterfeuers am Ostersamstag in der Osternacht ist ein zentrales Ereignis für alle Christen. An dem Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet. Diese wird dann in einer feierlichen Prozession in die dunkle Kirche getragen. Vielerorts steht das Osterfeuer aber auch symbolhaft für das Lichtwerden durch die Auferstehung Christi. Das Osterfeuer versinnbildlicht das neue Licht, das mit Christus in die Welt gekommen ist. 

DIE OSTERKERZE

Die Feuersymbolik des Osterfeuers gilt auch für die Osterkerze. Sie steht als Zeichen für das Leben, für den Sieg über den Tod, also für den auferstandenen Jesus Christi.
Das Osterlicht brennt in den Gottesdiensten von der Osternacht bis Himmelfahrt auf dem hohen Osterleuchter. Anschließend wird die Kerze neben das Taufbecken der Kirche gestellt. Sie leuchtet dann zu Tauf- und Begräbnismessen. Die Taufkerze wird an ihr entzündet, da sie für den Ursprung des Lebens steht und Licht in die Dunkelheit bringt. Um die Verbindung zwischen Tod und Auferstehung zu symbolisieren, brennt die Osterkerze zur Begräbnismesse.
Die weiße Farbe der Osterkerze steht für die Hoffnung. Verziert wird die Kerze durch Motive wie ein Kreuz, ein Baum, eine Taube, ein Lamm, Sonnenstrahlen oder Wasser. Mit den auf dem Osterlicht eingeritzten fünf Nägeln und dem Kreuz wird auf die Karwoche verwiesen. Der griechische Buchstabe Alpha befindet sich oberhalb, der griechische Buchstabe Omega unterhalb des Kreuzes. Alpha ist der erste Buchstabe des griechischen Alphabetes, Omega der letzte. Sie symbolisieren also Anfang und Ende, Geburt, Tod und Auferstehung.

DAS OSTERWASSER 

Wasser wurde Gedenken an die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt, dann Wasser steht für Leben und Fruchtbarkeit. Wasser spielt bei der christlichen Taufe eine zentrale Rolle. Früher wurden in der Osternacht auch Taufen durchgeführt. Entweder wird das Taufwasser am Ostersamstag geweiht oder aber es findet eine Wasserweihe statt. Das gesegnete Wasser wird von den Gläubigen mit nach Hause genommen und soll sie vor Krankheiten und anderem Unheil schützen.
Das Osterwasser enthält Segens- und Heilkraft. Deshalb badete man sich und sein Vieh früher am Ostermorgen in Bächen. Man glaubte, daß das fließende Wasser Jugend und Gesundheit bringt. Auch das bei Sonnenaufgang schweigend aus bestimmten Quellen, Bächen und Flüssen gegen den Strom geschöpfte Osterwasser sollte heilende und fruchtbarkeitsfördernde Wirkung oder sogar Schönheitszauber besitzen. Noch heute werden in einigen Dörfern die Brunnen mit Osterschmuck verziert, um die Dankbarkeit für das lebenspendende Wasser zu zeigen.

DIE OSTEREIER 

Das beherrschende Sinnbild des Osterfestes ist das Osterei. Zum Osterfest werden Eier auf verschiedene Art und Weise mit den unterschiedlichsten Materialien verziert.
Der österliche Eierbrauch hängt einerseits wohl mit dem Ende der Fastenzeit, in der früher der Genus von Eiern untersagt war, zusammen, andererseits waren Ostereier als Teil österlicher Abgaben- und Sonderplichten zu verstehen. Da die Hühner während dieser Zeit aber weiterhin, mit fortschreitendem Frühjahr sogar vermehrt, Eier legten, verfügte man an Ostern über einen Eierüberschuß, den es möglichst rasch zu reduzieren galt. Das vielfältige österliche Eierbrauchtum machte aus der Not eine Tugend und trug zum Abbau des angestauten Eierberges bei. 

DAS OSTERLAMM

Das Lamm ist im alten Testament ein Opfertier. Es wurde zum Passahfest von den Juden zum Gedenken an Gott geschlachtet. Auch Jesus wird als "Lamm Gottes" bezeichnet. Das Osterlamm wird in Kirchenbilder gelegentlich mit Wundmalen und Siegesfahne dargestellt. Das weiße Fell ist gleichzeitig ein Zeichen für Reinheit. Seine Friedfertigkeit symbolisiert Frieden.
Das Osterlamm wird im heutigen Osterbräuchen vom Osterei und Osterhasen verdrängt. Das gebackene Osterlamm ist jedoch der Mittelpunkt jedes festlich gedeckten Tisches am Osterfest. Das Backwerk wird aus Rührteig gefertigt und mit einem Siegesbanner und einem Kreuzzeichen verziert.

DER OSTERHASE 

Als besonderer Osterbrauch gilt der Osterhase. Er ist allerdings als österlicher Eierbringer erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt. In der Reformationszeit machten evangelische Familien den Osterhasen zum Eierlieferanten. Populär wurde der Osterhase jedoch erst um das 19. Jahrhundert durch Bilderbücher zum Osterfest und durch die Schokoladen und Spielzeugindustrie. Es dauerte jedoch noch einige Zeit bis sich der Brauch auch in der Landbevölkerung aufgrund der besseren Kenntnisse über den Hasen durchsetzte.

Wie kam jedoch die Verbindung zwischen Ostern und Hase zustande? 
Der Hase gilt als Mondtier. Das Osterfest fällt stets auf den ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes. Zudem ist der Hase das Sinnbild der Fruchtbarkeit.
Außerdem beweist der Hase seine Fruchtbarkeit durch seine starke Vermehrung selbst.
Da er im Frühling auf der Suche nach Nahrung in die Nähe der Gärten und Häuser der Menschen kommt und Ostereier keine gewöhnlichen Eier sind, war es naheliegend, den Hasen für die Ostereier verantwortlich zu machen.
Da die Henne als Eierbringer nicht glaubhaft war, da sie keine bunten, verzierten Eier legen konnte und der Hase ihr gegenüber flinker ist, wurde der Hase von den Eltern gegenüber den Kindern zum Ostereierlieferanten gemacht. Ein kleiner Hase ist zudem wesentlich niedlicher als ein Huhn. Da die Erwachsenen das Geheimnis des eierlegenden Langohrs so lange wie möglich vor ihrem Nachwuchs zu hüten versuchten, kam es zum Versteckspiel, sollte er doch bei seiner widernatürlichen Tätigkeit des Eierlegens nicht beobachtet werden können. Erst seit der Erfindung des Osterhasen werden Ostereier deshalb versteckt. Heutzutage kommt der Osterhase am Ostersonntag zu den Kindern und versteckt nicht nur Ostereier sondern auch Süßigkeiten und Spielzeug. 

Rätsel

Ein Tier triffst du auf stillen Wegen,
das soll doch wirklich Eier legen.
Legt es die Eier rot und blau? Bemalt es sie?
So ganz genau und ganz bestimmt kann's keiner sagen.
Du könntest es ja selbst mal fragen!
(Osterhase)

Meine Schale, die ist rund,
einmal blau, mal rot, mal bunt.
Schlägst du auf die Schale drauf,
isst du mich mit Freude auf.
Erst das Gelbe, dann das Weiße.
Rate, rate, wie ich heiße.
(Osterei)

Legt ins Nest ein Ei,
verlässt es mit Geschrei.
(Huhn)

Ich bin der Herr von Tippen-Tappen,
trag ein Kleid von bunten Lappen,
auf dem Kopfe roten Putz,
kratze gerne in dem Schmutz,
habe auch einen Sporn dazu,
aber leider keine Schuh.
(Gockelhahn)

Möcht' wohl wissen wer das ist,
der immer mit zwei Löffeln isst?
(Hase)

Mal rot, mal blau, mal grün-
Sie sind immer sehr schön.
In der Natur jedoch sind sie weiß oder braun,
gegessen werden sie von uns, Männern und Frau'n.
(Eier)

Pick, pick, pick, pick, lasst mich heraus,
der Schale mach' ich jetzt Garaus!
Ich brauch es warm und will noch wachsen,
ich fürchte mich vor allen Katzen.
Ich liege in einem tollen Nest,
meine Mami ständig bei mir ist.
(Küken)

Auf mir zu spielen macht sehr viel Spaß,
in mir versteckt auch die Eier der Osterhas'.
Ich brauche die Sonne und auch den Regen,
dann kann ich mich zum Wachsen heftig regen.
Ich bin grün und auch ganz schlank,
ich wachse auf Erde und auch auf Sand.
(Gras)

Tagesgestaltung zum Thema Ostern

Planung der Tagesgestaltung

Teil 1 / teil 2

Autor: Kathrin
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