Autor/in: Biene

Sinn und Zweck von Alltagsgestaltung und Aktivierung (A +A)

Inhalt:

  1. Weshalb A +A?
  2. Was ist wichtig für den alten Menschen?
  3. Sinn und Zweck von A+A?
  4. Was ist meine Aufgabe, mein Auftrag?
  5. Worauf möchte ich persönlich bei meiner Aufgabe schauen?
  6. Was ist mir wichtig?

Weshalb A +A?

  • – Was ist wichtig für den alten Menschen?
  • – Sinn und Zweck von A+A?
  • – Was ist meine Aufgabe, mein Auftrag?
  • – Worauf möchte ich persönlich bei meiner Aufgabe schauen?
  • – Was ist mir wichtig?

Weshalb Alltagsgestaltung und Aktivierung?

(1/ 2) Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir nach den allgemein geltenden Grundbedürfnissen fragen, die jeder Mensch zu befriedigen sucht – mit der Absicht ein gutes Lebensgefühl zu haben.

Zu diesen Bedürfnissen gehören im Wesentlichen:

  • Etwas tun und leisten können – „Erfolgserlebnisse“ haben
  • Soziale Kontakte pflegen können

Dazu gehören:

  • es hat jemand Zeit für mich …
  • Zuwendung – Liebe – „Streicheleinheiten“ erfahren
  • Intimität, Sexualität leben können
  • in einer Gemeinschaft leben können
  • zu einer (oder mehreren) Gruppe(n) gehören
  • sich einbringen können – gefragt sein/ werden
  • reden können, sich ausdrücken können – auch nonverbal
  • Wertschätzung erfahren, d.h. u.a. in meiner Art verstanden und geachtet werden – auch als dementer Mensch (Individualität)

Weshalb Alltagsgestaltung und Aktivierung? (2/ 2)

  • • Geborgenheit und Sicherheit
  • • Die 5 Sinne (auch den 6. Sinn) sinn-voll brauchen können
    1. Sehen, die visuelle Wahrnehmung mit den Augen
    2. Hören, die auditive Wahrnehmung mit den Ohren
    3. Riechen, die olfaktorische Wahrnehmung mit der Nase
    4. Schmecken, die gustatorische Wahrnehmung mit der Zunge
    5. Tasten, die taktile Wahrnehmung mit der Haut
    6. Der Ausdruck „6. Sinn“ wird häufig verwendet, wenn jemand etwas bemerkt, ohne es (bewusst) mit den bekannten fünf Sinnesorganen wahrzunehmen.
  • Freude und Humor erleben und zeigen können
  • Selbstbestimmung durch möglich großen Entscheidungs-und Handlungsspielraum (Lebensraum – Lebenswelt) – sich sein dürfen
  • Körperliche Bewegungsmöglichkeiten
  • Sich neuen Herausforderungen stellen können – Neugier zeigen

Je weniger ein Mensch die genannten Bedürfnisse befriedigen kann, desto grösser werden seine Ängste, seine Minderwertigkeitsgefühle und seine Hilflosigkeit. Diese führen dann zum Rückzug, zur Isolation und Entfremdung.

Was ist wichtig für den alten Menschen?

Selbstverwirklichung
Entfaltung der eigenen Persönlichkeit
Selbstständigkeit, Sinnvoll Sein
Philosophie

Ästhetische Bedürfnisse
Ordnung, Gestaltung- und Umgebung,
Schönheit, Schmuck

Kognitive/ Geistige Bedürfnisse
Etwas wissen wollen, erfahren wollen, informiert sein, Hintergründe kennen, sich aktiv auseinandersetzen können mit sich und der Umwelt

Soziale Bedürfnisse
Anerkennung, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Verantwortung und Rolle in der Gruppe, Zuwendung, Akzeptiert werden

Sicherheitsbedürfnisse
Sicherer Lebensraum, Keine Gefahr, klare Orientierung, Sicherung nach Existenz (Rente, Krankenkasse, Taschengeld) Stabile, verlässliche, Lebensverhältnissen, Ordnung

Physiologische Grundbedürfnisse
Allgemeine Körperfunktionen, Atmung, Wärme Trinken, Essen, körperliches Wohlbefinden, Bewegung, Schlaf, Sexualität (Nach Maslow`scher Pyramide)

Sinn und Zweck von A+A

  • Erhaltung und Förderung der größtmöglichen körperliche und geistigen Selbstständigkeit und Selbstbestimmung
  • Erhaltung und Förderung der sozialen Kontakte
  • Erhaltung und Förderung eines positiven Selbstwertgefühls
  • Benutzung und Erweiterung des vorhandenen Er-Lebensraums
  • Erkennen und Verwirklichung vorhandener Er-Lebensmöglichkeiten
  • Ein reicherer äußerer Er-Lebensraum: führt zu einem reicheren inneren Er-Lebensraum (im Menschen).
  • Eine reichere äußere Er-Lebenswelt: führt zu einer reicheren inneren Er-Lebenswelt

Was ist meine Aufgabe, mein Auftrag?

  • Das Gesunde und Vorhandene möglichst lange erhalten.
  • Dazu beitragen, dass ein hohes Maß, der „Ist-Zustand“ der und an Bedürfnisbefriedigung erhalten und empfunden wird.
  • Fördern, Entfalten und Schaffen von Möglichkeiten zur erweiterten Bedürfnisbefriedigung
  • Räume schaffen – im Heim und darüber hinaus für:
    • ein „Daheim im Heim-Gefühl“
    • das Verhindern von „Alltagsmonotonie“
    • eine gute Atmosphäre – das Wohlbefinden
    • die Beziehungspflege
    • Geselligkeit – Spiel, Spaß, Musik usw.
    • Bewegung
    • Sinn-volle Aktivitäten (5 Sinne)
  • Räume schaffen zur Erhaltung der Lebensqualität und der menschlichen Würde
  • Motivieren, Anregen
  • Begleiten, Leiten beim benutzen der Räume
  • Aktivieren, Wecken von brachliegenden oder „verschütteten“Talenten, Fähigkeiten, Möglichkeiten (Ressourcen)

Worauf möchte ich persönlich bei meiner Aufgabe schauen? Was ist mir wichtig?

  • In Bewegung sein …
  • Mit den Herzen bei der Arbeit sein
  • Resignation Stillstand verhindern
  • Den Menschen dort abholen, wo er steht
  • weniger ist oftmals mehr
  • Mit Respekt und Würde begegnen
  • Lebensbeteiligung erhalten und fördern
  • Anregung und Motivation geben
  • meine Arbeit ist für mich sinnvoll
    …. und in Bewegung bleiben
  • Sich am Leben beteiligen

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