Autor/in: Fibula

Schriftliche Ausarbeitung Projekt – Papierkalender

1.Herstellung und Werdegang

Material:

Tonpapier (orange), Kartonpapier (grau), Kreppapier (versch. Farben), Origamipapier (versch. Farben), Papierservietten (violett), Klettverschluß, Uhu, Edding (Schwarz), Wasserfarben

Arbeitsschritte:

  • Tonpapier in 4 gleich große Abschnitte unterteilt
  • Abschnitte beschriftet mit „Tag, der, Monat, Jahr“
  • Klettverschluß neben der Beschriftung des Tonpapiers angebracht
  • Karton in rechteckiger Form ausgeschnitten
  • 7 Kartonrechtecke mit Wasserfarben bemalt
  • Kreppapier, Tonpapier, und PC – bedrucktes Papier in Buchstaben geschnitten und die Wochentage auf die Kartonrechtecke geklebt
  • Weitere Kartonrechtecke für die Monate geschnitten, mit buntem Kreppapier und Papierservietten beklebt und die Monate mit Edding draufgeschrieben
  • Kartonvierecke mit buntem Origamipapier beklebt und mit Zahlen von 0-9 beschriftet, 1+2 doppelt um Daten wie z.B. 11. Dez oder 22. Dez anzeigen zu können
  • Aus schwarzen Origamipapier Zahlen geschnitten und auf Karton geklebt (für die Jahreszahlen 1998 und 1999)
  • Auf alle Kartonrückseiten die entsprechende Gegenseite des Klettverschlusses angebracht, um das jeweilige Datum auf dem Tonpapier befestigen zu können

2. Einsatz des Papierobjektes im Heimalltag

Ich hatte mir das so vorgestellt, daß der Kalender in unserem Stationsspeisesaal aufgehängt wird, damit die HB immer wissen welchen Tag wir heute haben und nicht so desorientiert sind. Im Speisesaal ist er für alle zugänglich und ist sozusagen täglich in Gebrauch. Die Heimbewohner können das jeweilige Datum selbst ändern. Der Klettverschluss ist daher sehr praktisch zum abziehen der alten Daten und zum Wiederanbringen des aktuellen Datums.

2.2 Begründung des Papierobjektes

Ich habe mich für diese Art von Papierobjekt entschieden, weil es einen großen Nutzen mit sich bringt. Desorientierte Heimbewohner gibt es zur genüge. Und nur zu oft wird man als Pflegekraft nach dem Tag gefragt: „Schwester ist heute Sonntag?“, „Der wievielte ist heute denn?“, „Heute ist Weihnachten, stimmt’s?“ „Achgott, es ist erst Freitag, ich dachte es wäre schon Wochenende!“ u.s.w.
Der Kalender dient also der täglichen Information, ist für jeden Heimbewohner geeignet, sofern er es seine Sehkraft zuläßt. Und Manche, die gefallen daran haben, können es als tägliche Aufgabe sehen, den Kalender neu einzustellen. Das bringt Stolz und Selbstbewußtsein.

2.3 Begründung der Materialauswahl

Der Kalender an sich, ist in einem hellem Orange, was ich sehr aufmunternd finde, besonders auf unserer Station, denn dort ist alles nur blau-violett.
Die Tageskarten sind schön bunt und meiner Meinung nach genügend kontrastreich. Das Selbe gilt für die Monate, wobei man sich darüber streiten kann, ob März und August in dem dunklen grün noch Kontrastreich wirken. Der Kalender wird an einem hellen Platz hängen, an welchem auch die Zahlen und Monate auf grünem Hintergrund noch gut lesbar sind. Farben sind Streicheleinheiten für die Seele, daher sind bei meinem Kalender viele Farben im Spiel.
Die Papierarten Krepp, Origami, Karton, Tonpapier habe ich genommen, weil sie sich gut zum bearbeiten eignen, und die Servierten waren nunmal gerade im Haus.

3. Zielsetzung

 

Motorisch – sensomotorischer Bereich

  • Visuelle Resensibilisierung Durch das Betrachten des Kalenders und durch das Lesen des aktuellen Datums
  • Taktile Resensibilisierung durch das Anfassen der Karten beim Datumswechsel
  • Kräftigung der Muskulatur (Datumswechsel)
  • Kontrakturenprophylaxe (Datumswechsel)
  • Schulung der Koordination (Klettverschluß richtig anbringen)
  • Förderung der Grob- Feinmotorik (Datumswechsel)

Kognitiv – kreativer Bereich

  • Wiederbelebung geistiger Abläufe
  • Förderung von Kurzzeit und Langzeitgedächtnis
  • Förderung der zeitlichen Orientierung
  • Förderung der Konzentration (beim Lesen oder beim Überlegen „welcher Tag kommt den heute dran, wenn gestern Montag war?“ gehört aber auch zum Gedächtnis)
  • Förderung des Koordinationsvermögens (Richtiges Kärtchen an richtige Stelle anbringen)

Kommunikativ – sozialer Bereich

  • Stärkung des Selbstbewußtseins (wenn man Datumswechsler ist)
  • Vertiefung sozialer Kontakte/Vermeidung von Isolation (wenn man ins Gespräch über den Tag heute oder gestern kommt)

Gefühlsmäßiger – emotionaler Bereich

  • Erhöhung der Lebensfreude (durch besseres Orientierungsvermögen)
  • Erleben von Stolz (Datumwechsel als ernsthafte Aufgabe bewältigen)
  • Verbesserung der Lebensqualität

3.2 Motivationsmöglichkeiten

a) Wochentage/Monate der Reihe nach aufzählen lassen, erfragen welche Monate zu Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter gehören.

b) Lied singen
“ Am Montag fängt die Woche an,
am Sonntag hört sie auf,
und alles was dazwischen kommt,
das nennt man Lebenslauf…“

Daten – Rätsel
An welchem Datum ist heilig Abend?
Wann ist Pfingsten?
Wann ist „Tag der deutschen Einheit?
An welchem Tag macht man Aprilscherze?
Was ist am 6.01.99 für ein Tag?

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