Einzel- und Gruppenarbeit
Einzelarbeit
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Gruppenarbeit
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pro |
contra |
pro |
contra |
Fördert selbstständiges & selbstgesteuertes Lernen (Zielgerichtete Planung) |
große Aufgaben evt. nur schwer lösbar |
Geborgenheit & Sicherheit durch Akzeptanz und Hilfsbereitschaft in der Gruppe |
verringerte individuelle Betreuung |
Schritt in Vorbereitung auf Gruppenarbeit |
geringer Austausch von Gedanken und Ideen |
Knüpfung neuer Kontakte |
vergrößerte Konfliktbereitschaft |
Probleme und Ressourcen sind besser ermittelbar |
fehlende Integration in die Gemeinschaft |
Ersatz verlorener Beziehungen |
Unterdrückungsgefahr von zurückhaltenden Personen |
bessere Motivationsmöglichkeiten |
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Vermeidung von Einsamkeit |
große Unter-/Überforderung durch ungünstige Aufgabenstellung und Personenwahl |
Ermutigung alte Hobbys aufzugreifen |
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Austauschmöglichkeiten von Ansichten und Problemen |
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manche Beschäftigungsarten sind hier besser |
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Anerkennung und Selbstvertrauen durch Reaktion anderer |
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Bsp.: Gedächtnistraining, Malen / Zeichnen, Rätsellösen, Collagen, Biographiearbeit, Fotos ansehen |
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Lebensfreude neu erfinden, Erkennen "anderen geht es wie mir" (verbindet) |
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Das menschliche Zusammenleben führt zur Gruppenbildung, denn jeder Mensch ist auf das Leben in Gruppen angewiesen. Basis dafür sind Kooperation & Kommunikation.
Arten der Gruppenarbeit
arbeitsgleiche Gruppenarbeit
- die gesamte oder mehrere Kleingruppen arbeiten am selben Thema
arbeitsteilige Gruppenarbeit
- gesamte Gruppe wird in mehrere Kleingruppen aufgeteilt und jede Kleingruppe arbeitet an einem Teilaspekt des Themas
gemischtarbeitsteilige Gruppenarbeit
- einige Kleingruppen arbeiten am selben Thema und andere an Teilaspekten
Gruppenbildung
Themenorientiert
- Interesse
- Vorerfahrung
- Fähig- & Fertigkeiten, gute Kenntnisse
Personenorientiert
- Sympathie
- Geschlecht
- Alter
- Kompetenz
Zufallsorientiert
Gruppenformen
- hängt von der Zielgruppe, dem Thema und der geplanten Arbeitsweise ab
offene Gruppe
- Gesprächskreis in einer Tagesstätte
- kleiner, fester Kern, ca. 08-16
- Teilnehmer wechseln nach Zeit und Interesse
Geschlossene Gruppe
- Theatergruppen in Pflegeeinrichtungen
- Teilnehmer beginnen und beende die Arbeit gleichzeitig
- starkes Zusammengehörigkeitsgefühl
- maximal 10 Teilnehmer
Halboffene Gruppe
- Interessengruppe
- Gruppenarbeit beginnt mit begrenzter Teilnehmerzahl
- bei dauerhaftem Wegfall einzelner, Ersatz möglich
- maximal 10 Teilnehmer
Aufgaben der Gruppenleitung
- Fantasie, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität
- Fachwissen (geragogisch)
- Leitungserfahrung
- Kenntnisse zu Führungsstilen
- autoritär
- demokratisch / partnerschaftlich
- Laissez - Faire
- Kenntnisse zu Krankheitsbildern
- Eingehen auf Beiträge der Teilnehmer
- nichts abblocken
- augenblickliche Stimmung und Atmosphäre nutzen und genießen
(keine Rekonstruktion möglich!)
Regeln der Gruppenleitung
- nicht für jemanden etwas gestalten, sondern mit ihm (Planen, Entscheiden und Durchführen)
- nur aktive Gruppenleiter können aktivieren
- der Gruppenleiter muss Phasen der Ruhe und Entspannung in der Gruppe erkennen
- kein falscher Ehrgeiz (nicht zu hoch ansetzen, komplizierte Techniken meiden und kein Perfektionismus)
- kleine Schritte der Teilnehmer als große Leistung anerkennen
- "nichts ist selbstverständlich"
Phasen der Gruppenarbeit
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Phase - Bestandsaufnahme
- gibt Auskunft über Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe und sachliche Rahmenbedingungen
- folgende Fragen müssen in dieser Phase beantwortet werden
- welche Gruppenaktivitäten gibt es schon
- besteht ein Bedarf an Gruppenarbeit
- Zusammensetzung der Zielgruppe (Hochbetagte, Verwirrte, Bewegungsfreudige, Menschen mit Körperbehinderungen)
- Anzahl der Betreuungspersonen und der Mitarbeiter
- Wie viele interessierte Mitarbeiter, wie viel geeignete Ehrenamtliche, Angehörige stehen für die Planung zur Verfügung)
- Fachkompetenz des Personals
- Vorhandensein sachlicher Ressourcen
- Teeküche
- Beschäftigungsraum
- Turnsaal
- Materialien (Spendentopf für Materialien ?)
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Phase - Planung
- Mitarbeiter müssen für neue Informationen, Wünsche, Vorschläge, Ideen von anderen Mitarbeitern, Angehörigen und Kollegen offen sein
- Vorsicht: Ideenkiller
- "Damit kommen wir hier nie durch"
- "Ob wir da jemanden begeistern können"
- "Für so was haben wir weder Geld noch Personal"
- "Seien Sie erst mal ein paar Jahre hier"
- bei der Planung der Gruppenarbeit sind folgende Fragen / Aspekte zu klären
- Ziele der Gruppenarbeit
- Art der Tätigkeiten
- Welche Beschäftigungsart soll im Mittelpunkt der Gruppenarbeit stehen
- Gesprächsführung (Themen.)
- Gäste (Referenten) einladen
- Wer übernimmt die Gruppenleitung (evt. mehrere Personen)
- Sitzordnung der Teilnehmer
- Beschäftigung mit der selben Thematik durch alle Teilnehmer, oder gibt es vorbereitete Alternativen
- Information und Motivation der Teilnehmer
- geeignete Informationen auswählen (z.B. öffentlicher Aushang oder persönliche Einladungen -> Titel, Termin, Ort, Teilnehmer, Leitung, Unterstützung -> Ermöglicht Teilnehmermotivation)
- Mobiliar
- Medien (Diaprojektor, CD-Player, Plattenspieler)
- Problemberücksichtigung bei einzelnen Teilnehmern
- Vorbereitung von Alternativangeboten -> kurzfristige Änderungen
- Sicherheit der Teilnehmer berücksichtigen
Häufig wird die Planungsphase vernachlässigt und Angebote werden zu kurzfristig Organisier, dies kann zu Absagen führen.
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Phase - Durchführung
- Sicherheit beachten
- Personalsituation prüfen
- Hin- & Rücktransporte organisieren
- Beginn:
- gemeinsames Kaffeetrinken, zur besseren Kontaktaufnahme
- Programm vorstellen und durchführen
- Zeit für Gespräche lassen
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Phase - Auswertung
- Ergebnisse zeigen
- behutsam loben
- Zufriedenheit ablesbar am Verhalten der Teilnehmer
- Was hat (nicht) gefallen
- Wünsche und Vorschläge
Methodische Gestaltung von Angeboten
Ziele
- Ablenken vom Heimalltag
- Kommunikationsförderung
- Motorikschulung
Fachliche Qualifikation (fachliche Verantwortung)
- Berufsethik
- Lebensraum- und Lebenszeitgestaltung
- Methodik des Altenpflegeprozesses
- Anleiten, Beraten und Gespräche führen
- Arbeit mit dem Klienten und seinem Umfeld (Angehörigen- und Biographiearbeit)
Empathie (menschliche Verantwortung)
- den Klienten dort abholen wo er gerade steht
- Validation
- Schaffung einer geborgenen Atmosphäre
- Verständnis, Vertrauen, Wärme, Zuneigung
- zwischen den Zeilen lesen können
- Verantwortung der Mitarbeiter für Kommunikation innerhalb der Gruppe
- Förderung jedes Teilnehmers
- Wahrnehmung fördern, nicht überfordern
- Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
- Konfliktbereitschaft
- Akzeptanz
- Kunst der Anleitung
Mitarbeiter sollen sich nicht nur als Lehrende sondern immer auch als Lernende einbringen
Vorraussetzungen für die Teilnehmer
- können nach Kriterien ausgewählt werden
- Themenorientiert
- Personenorientiert
- Zufallsorientiert
- Ermittlung individueller (Geschlecht, Alter, Familienstand und Interessen) und soziokultureller (Angehörige, Wohnsituation, ehemaliger Wohnort, Beruf) Voraussetzungen
Biographische Hintergründe
- Bildungsniveau
- Lebensgeschichtliche Erfahrungen (Beruf, Heirat, Kinder)
Geragogische Angebote motivieren nur, wenn der Klient dort abgeholt wird, wo er gerade steht
Rahmenbedingungen
- räumliche Bedingungen
- gute Erreichbarkeit des Raumes
- deutliche Markierung der Zugänge
- ausreichende Raumgröße
- wenn möglich für Kleingruppen abgetrennter Raum
- pflegeleichter Boden
- Pausenraum für Raucher
- Möglichkeiten um Getränke bereitstellen zu können
- Gemütliche Atmosphäre (Farben)
- Gardinen, Möbel, Pflanzen
- Nicht den Raum überladen
- Akzente setzen
- Orientierungspunkte schaffen, die Verbindungen zur Vergangenheit ermöglichen
- Materialien
- Projektoren
- Kassettenspieler, Plattenspieler, Grammophon
- Spiele und / oder Sportgeräte
- Geräte vorher probieren und testen
- Störfaktoren vermeiden
- für Sicherheit sorgen
Zeitrahmen (sorgt für Struktur)
äußerer Zeitrahmen 1)
- legt Gesamtdauer fest
- Dauer einzelner Zusammenkünfte
- Wochenplanung, Monatsplanung
innerer Zeitrahmen
- Aufteilen des geragogischen Angebotes in Aktionsphasen
- Feste Reihenfolgen geben Sicherheit und Orientierung
- Begrüßung und Einstimmung auf das Thema
- Aufwärmübungen
- Anschauungsmaterial
- passende Gedichte oder Lieder etc.
- Entspannungsübungen / Getränke
Die Angebote müssen mit dem Tagesablauf und anderen statt findenden Veranstaltungen abgestimmt sein. Günstige Zeiten für Angebote sind: 10.00 - 12.00 Uhr, 15.00 - 17.00 Uhr, 19.00 - 22.00 Uhr.
- wird von 3 Faktoren bestimmt
Kraft - vermeiden von physischer und psychischer Überforderung
Motivation - Angebot muss ansprechend sein > durch regelmäßige Angebote
Zeit - ausreichend Zeit zwischen einzelnen Aktivitäten (innerhalb eines Angebotes)
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