Autor/in: Rüdiger Caroli

Bewegungsübungen mit Chiffontüchern und Hintergrundmusik

Vorbereitung

 

1. Zimmervorbereitung

  • Zimmer lüften und anschließend temperieren
  • 6 Stühle vorbereiten, (3 Stühle für BW, 2 Stühle für Frau K. und Frau Z., 1 Stuhl für mich)
    Stühle der BW in Halbkreis aufstellen und für möglichst viel Bewegungsfreiheit sorgen!
  • Für ausreichend Licht sorgen

2. Pflegekraft

  • Übungen bewohner- und ressourcengerecht auswählen
  • Sicherheit in Durchführung
  • Material vorbereiten
  • Mitarbeiter informieren

3. Teilnehmer

  • Teilnehmer werden über den Ablauf der Bewegungsübung informiert
  • Vorher eventuell Toilettengang anbieten
  • Teilnehmer: Fr. St., Fr. Sch., Fr. K.

4. Material

  • 6 Gläser Getränke: Sprudel + Tee
  • Verschiedenfarbige Chiffontücher, zur Auswahl für BW
  • CD-Player
  • Musik CD Fantastic Panflute Dreams „Golden Sunrise“ + Walzermusik + Marschmusik
  • Anfangslied: „Kommt ein Vogel geflogen“
  • Schlußgedicht: „Ein kleines Lächeln“ von Helmut Gebhard

Durchführung

A. Einstieg

Arbeitsschritt: Ich lade die teilnehmenden Bewohner ein, begleite Sie zu Ihren Stühlen und begrüße alle mit Ihrem Namen und reiche Ihnen die Hand
Vorstellen von Frau Zehe und Frau Kölmel

Begründung: – Entspannung vor den Übungen
– Zugehörigkeitsgefühl
– Abbau von Ängsten und Unsicherheiten
– Kontaktaufnahme

Arbeitsschritt: Ich teile die Liedblätter aus. Lied „Kommt ein Vogel geflogen“

Begründung: – Ängste vor unbekannten Leuten abbauen / entgegenwirken

Arbeitsschritt: Ich erkläre mein weiteres Vorgehen:
Bewegungsübung mit Chiffontücher
Begleitet durch Hintergrundmusik

Begründung: – dient zur Auflockerung und Entspannung
– Einstimmung für die bevorstehenden Übungen
– Belüftung der Lungen Pneumonieprophylaxe

Arbeitsschritt: Ich erkläre mein weiteres Vorgehen:
Bewegungsübung mit Chiffontücher
Begleitet durch Hintergrundmusik

Begründung: – Aufklärung über weiteren Ablauf
– Förderung der Konzentration
– Stärkung des Selbstvertrauens
– Aktionsdrang wecken

Arbeitsschritt: Desweiteren erkläre ich den Teilnehmern, warum es wichtig ist Bewegungsübungen im Alter durchzuführen

Begründung: – Sinn und Zweck der Maßnahme kennen-
Lernen
(Training der Muskulatur, Selbständigkeit
erhalten, Beweglichkeit erhalten, Spaß
daran haben, für soziale Kontakte sorgen)

Arbeitsschritt: Ich biete nun jedem BW die Chiffontücher an, sich eines auszusuchen.
– Es zu betasten
– Mir die Farbe des Tuches zu nennen
– Mir den Stoff des Tuches zu nennen-

Begründung: – Selbständigkeit fördern
– Konzentration steigern
– Kennenlernen des Arbeitsmaterials
– Trainieren der taktilen (durch Berührung)
Wahrnehmung, Farbwahrnehmung

A. Durchführung der Übung (Einzelübungen)

Arbeitsschritt: Alle Übungen werden 3-4 mal rechts und links durchgeführt

Begründung: – Beanspruchung aller Körperteile

Arbeitsschritt: Ich bitte die Bewohner sich in eine korrekte Sitzposition zu begeben.
– Rücken gerade
– Füße haben festen Bodenkontakt-

Begründung: – Sicherheit geben
– Verspannungen vermeiden

Arbeitsschritt: I. Übung
Mit den Händen wird das Tuch zusammengeknüllt, durchgeknetet und wie eine Rose in den Händen aufgehen lassen.

Begründung: – Bewegung der Finger und der Handgelenke
– Grobmotorik
– Förderung der Greiffähigkeit
– Förderung der Durchblutung-

Arbeitsschritt: II. Übung
Ich bitte die Teilnehmer, das Tuch auf die Oberschenkel zu legen. Nun den Kopf zur Brust bewegen und dabei das Tuch anschauen. Kurz halten – Lösen.

Begründung: – Erhaltung der Beweglichkeit im Hals-
Wirbelbereich, Dehnung und Stärkung der Halsmuskulatur
– Oberkörperanspannung-

Arbeitsschritt: III. Übung
Ich bitte die Teilnehmer das Tuch in beide Hände zu nehmen. Arme ausstrecken und nach oben führen – Kopf folgt dem Tuch.
Halten – Lösen

Begründung: – Erhaltung der Beweglichkeit im Hals- Wirbelbereich, Dehnung und Stärkung
der Halsmuskulatur

Arbeitsschritt: IV. Übung
Tuch in eine Hand nehmen und ausgestreckt zur Seite führen. Kopf folgt dem Tuch ohne das der Rumpf dabei mitbewegt wird.

Begründung: – Dehnung des Hals- und Schulterbereiches
– Erhaltung der Beweglichkeit von Hals und Schulter
– Augen/Hand – Koordination
– Konzentration
– Fein- Grobmotorik

Arbeitsschritt: V. Übung
Das Tuch auf die Oberschenkel legen.
Langsames marschieren. Hände auf die Oberschenkel legen.

Begründung: – Dehnung der Ober- und Unterschenkel
– Erhaltung der Beweglichkeit in Knie-, Hüft- und Fußgelenk
– Beanspruchung der Rückenmuskulatur und Bauch

Arbeitsschritt: VI. Übung
Danach Trippelschritte (kleine Schritte) – die Stufen werden größer und unsere Schritte weiter

Begründung: – Dehnung der Ober- und Unterschenkel
– Erhaltung der Beweglichkeit in Knie-, Hüft- und Fußgelenk
– Beanspruchung der Rückenmuskulatur und Bauch

Arbeitsschritt: VII. Übung
Bein ausstrecken. Zehen nach vorne strecken und wieder heranziehen

Begründung: – Anspannung der Ober- und Unterschenkel
– Beanspruchung der Fußgelenke
– Anspannung der Bauchmuskulatur
– Durchblutungsfördernd-

Arbeitsschritt: VIII. Übung
Hacke – Spitze
(Wechsel von Fersenkontakt und Zehenkontakt mit Boden)

Begründung: – Anspannung der Ober- und Unterschenkel
– Beanspruchung der Fußgelenke
– Anspannung der Bauchmuskulatur-

Arbeitsschritt: XI. Übung
Tuch unter Kniekehle. Bein anheben. Fußgelenk kreisen

Begründung: – Anspannung der Bauchmuskulatur
– Erhaltung der Beweglichkeit im Fußgelenk
– Dehnung und Stärkung der Ober- und Unterschenkelmuskulatur

Nun eine kleine Pause: Ich biete den Teilnehmern Getränke an, Teilnehmer sitzen in entspannter Haltung

PARTNERÜBUNGEN

2 Personen sitzen sich gegenüber. Gegenüberliegende Hände fassen gemeinsam ein Tuch.

Arbeitsschritt: X. Übung
Partner schwingen mit den Tüchern vor dem Körper. (Von einer Seite zur anderen)

Begründung: – Bewegung der Schultermuskulatur und der Arme
– Lockerung der Schultergelenke-

Arbeitsschritt: XI. Übung
Kreisbewegungen vor dem Körper

Begründung: – Stärkung der Brust-, Schulter- und
Armmuskulatur

Arbeitsschritt: XII. Übung
Nun führen die Partner Ihre Tücher zu einer Seite, Rumpf dreht sich dabei mit.
Halten und Lösen

Begründung: – Stärkung der Brust-, Schulter- und Armmuskulatur
– Förderung der Rumpfdrehung-

Arbeitsschritt: XIII. Übung
Partner bringen ein Arm nach oben
Halten – Lösen

Begründung: – Stärkung der Brust-, Schulter- und Armmuskulatur

Arbeitsschritt: XIV. Übung
Nun beide Hände nach oben führen.
Halten – Lösen

Begründung: – Stärkung der Brust-, Schulter- und Armmuskulatur
– Atmungsfördernd-

Arbeitsschritt: XV. Übung
Ein Teilnehmer führt nun seine Ellenbogen nach hinten, sodaß der gegenüberliegende Partner mit dem Oberkörper nach vorne kommen muß

Begründung: – Erhaltung der Beweglichkeit von Ellenbogen und Schultern
– Koordinationsförderung + Konzentration
– Leichte Rumpfbeugung-

Arbeitsschritt: XVI. Übung
Nun nehmen wir das Tuch in die Hand und winken.

Begründung: – Lockerung der Handgelenke

B. Abschluß

Arbeitsschritt: Teilnehmer falten Tücher zusammen – danach sammele ich die Tücher ein

Begründung: – Beanspruchung der Hand- bzw. Der Fingermuskulatur
– Greiffähigkeit
– Selbständigkeit

Arbeitsschritt: Gedicht „Ein kleines Lächeln“ von Helmut Gebhard

Begründung: – Trainieren des zuhörens
– Freude übermitteln
– Entspannung nach Gymnastik

Arbeitsschritt: Ich lobe die Bewohner und frage sie wie die Übungen zu und ob sie bei der Ausführung Spaß hatten

Begründung: – Zum Gespräch anregen
– Wohlbefinden und Selbstvertrauen steigern
– Training des sprachlichen Ausdrucks

Arbeitsschritt: Ich reiche nochmals Getränke

Begründung: – Flüssigkeitsaufnahme
– Steigerung des Wohlbefindens

Arbeitsschritt: Ich bedanke mich für das mitmachen

Begründung: – Empathie zeigen

Nachbereitung

1. Zimmernachbereitung

  • kurz durchlüften
  • normal temperieren
  • Stühle an Ihren eigentlichen Platz stellen

2. Pflegekraft

  • Tätigkeit und Auffälligkeiten dokumentieren
  • Bei Bewohnern verabschieden
  • Hände waschen und desinfizieren

3. Bewohner

  • nochmals nach wünschen fragen
  • BW eventuell in Ihre Zimmer begleiten
  • Toilettengang ermöglichen

4. Material

  • Chiffontücher aufräumen
  • Kassettenrecorder aufräumen
  • Gläser und Getränke aufräumen

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