Autor/in: Andi

Retardkapsel

Definition Retardkapsel

Retard »

• Wirkstofffreigabe findet verzögert statt.

Vorteil : Einmalige Einnahme der Kapsel/Tag.

gleichmäßige Wirkstoffzufuhr

Kapsel » • Hartkapsel, besteht aus Boden- und Deckenteil.

• Enthalten Pulver , Granulat oder kleine Tabletten .

Sonderform : Zerbeißkapseln, Vorteil : Schneller Wirkungseintritt über die

Mundschleimhaut.

Zusammensetzung Retardkapsel » Wirkstoff und Hilfsstoffe

Arzneiform » Kapsel = feste Arzneiform, sonstige sind: Pulver, Puder, Granulat, usw.

Sonstige Arzneiformen » flüssig, fest/flüssig, gasförmig

Wahl der Arzneiform » Wirkort (lokal o. systemisch), Verträglichkeit, Zeitpunkt des

Wirkungseintritts, Praktische Gründe

Applikationsart » äußerlich (kutane Applikation), innerlich (nasal, aural, rektal usw.)

Sonderform der oralen Applikation » sublingual, bukkal

Weg eines oral verabreichten AM im Körper

Mund » Speiseröhre » Magen » Dünndarm » Pfortader » Leber » untere Hohlvene » rechte Herzhälfte » Lunge » Lunge » linke Herzhälfte » Körperkreislauf

Resorption » Aufnahme eines Stoffes über Haut oder Schleimhaut in den Blutkreislauf

Resorption ist abhängig: Arzneistoff, Verarbeitung des Arzneistoffs, Arzneiform, vom

Applikationsort, Anwesenheit von Nahrung, Durchfall, Anwesenheit anderer Med., Alter

Distribution » mit dem Blutstrom

Elimination » biliär, renal, dermatogen, pulmonal

Verteilung von Arzneimitteln » 5-R-Regel

Umgang mit Arzneimitteln » Aufbrauchfristen, Lagerung von Arzneimitteln

Definition

Retard » • Wirkstofffreigabe findet verzögert statt.

Vorteil : Einmalige Einnahme der Kapsel/Tag.

gleichmäßige Wirkstoffzufuhr

Kapsel » • Hartkapsel, besteht aus Boden- und Deckenteil.

• Enthalten Pulver , Granulat oder kleine Tabletten .

Sonderform : Zerbeißkapseln, Vorteil : Schneller Wirkungseintritt über die

Mundschleimhaut.

Zusammensetzung Retardkapsel

Wirkstoff

Hilfsstoffe (zur Form-, Farb- und Geschmacksgebung, bessere Verträglichkeit,

Konservierung).

Arzneiform

Kapseln gehören der Gruppe der festen Arzneiformen an. Zu dieser Gruppe der festen Arzneiformen zählen noch:

  • Pulver
  • Puder
  • Granulat
  • Tablette
  • Dragee
  • Zäpfchen
  • TTS-Pflaster
  • Tee

Außer der „festen Arzneiform“ gibt es noch:

  • flüssige Arzneimittel » Lösung, Emulsion, Suspension
  • fest/flüssige Arzneimittel » Paste, Creme, Gel, Fettsalbe
  • gasförmige Arzneimittel » Narkosegas, Dosieraerosol

Wahl der Arzneiform hängt ab von:

1. Wirkort » lokale Wirkung = wirkt an Ort und Stelle

systemische Wirkung = wirkt auf den ganzen Körper, AM wird in den

Blutkreislauf aufgenommen.

2. Verträglichkeit

3. Zeitpunkt des Wirkungseintritts » Tropfen wirken schneller als Tabletten.

4. Praktische Gründe » bei Schluckbeschwerden Tropfen und keine Kapseln.

Applikationsart » Anwendungsart

Wird unterschieden in » äußerlich (kutane oder dermale Applikation)

» innerlich (nasal, konjunktival, aural, pulmonale,

rektal, vaginal, parenteral)

Die Retardkapsel wird oral verabreicht. Eine Sonderform der oralen Applikation ist:

  • sublingual (unter der Zunge zergehen lassen)
  • bukkal (in der Wangentasche zergehen lassen)

Bei der oralen Applikation ist darauf zu achten, das das Medikament

  • in aufrechter Körperhaltung und
  • mit reichlich Flüssigkeit eingenommen wird.

 

Begründung:

  • Mundtrockenheit
  • Schluckstörungen bei älteren Menschen
  • Verletzung der Speiseröhre durch aggressive Arzneistoffe
  • Bessere Ausscheidung des Wirkstoffes über die Niere.

Weg eines oral verabreichten Arzneimittels im Körper

Mund » Speiseröhre » Magen » Dünndarm » Pfortader » Leber » untere Hohlvene » rechte Herzhälfte » Lunge » Lunge » linke Herzhälfte » Körperkreislauf

Resorption » Aufnahme

Hierunter versteht man die Aufnahme eines Stoffes über Haut oder Schleimhaut i den Blutkreislauf. Bei geringer Resorption (= Arzneistoff verbleibt an Ort und Stelle) habe ich eine lokale Wirkung. Bei einer guten Resorption (= Aufnahme ins Blut) habe ich eine systemische Wirkung = (auf den ganzen Körper).

Resorption ist abhängig von folgenden Faktoren:

Arzneistoff

Verarbeitung des Arzneistoffs (magensaftresistenter Überzug verhindert die Auflösung im Magen. Resorption erfolgt erst im Dünndarm. Begründung: AM würde sonst Übelkeit auslösen, AM würde durch Magensaft erstört werden, AM soll erst im Darm wirken).

Von der Arzneiform (flüssig = schnelle Resorption, Zusatz v. Alkohol = schnellere

Resorption)

Vom Applikationsort (s.c. oder i.v. Injektion, TTS-Pflaster an gut durchbluteten Hautst.)

Anwesenheit von Nahrung (mit Nahrung = langsame und unvollständige Resorption)

Durchfall (geringe Resorption, schneller Magen-/Darmdurchgang)

Anwesenheit anderer Medikamente.

Alter (verzögerte Resorption durch verlangsamte Organtätigkeit)

Distribution » Verteilung

Mit dem Blutstrom wird die Retardkapsel im ganzen Körper verteilt. Ihre Wirkung entfaltet sie in bzw. an den einzelnen Körperzellen.

Elimination » Ausscheidung eines Stoffes

1. Biliäre Ausscheidung (= mit dem Stuhl).

2. Renale Ausscheidung (= mit dem Urin).

3. Dermatogene oder cutane Ausscheidung (= über die Haut).

4. Pulmonale Ausscheidung (= mit der Ausatemluft).

HWZ » Halbwertzeit , Zeitraum, in dem die Hälfte des Stoffes unwirksam bzw.

ausgeschieden wird.

Kumulation » Anhäufung eines Wirkstoffes im Körper

  • zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • Nieren- und Leberinsuffizienz
  • Verlangsamter Stoffwechsel

Verteilung von Arzneimitteln

Verabreichung nur nach ärztlicher Verordnung. Beachtung der „5-R-Regel“.

  • Richtige Person
  • Richtiges Medikament
  • richtige Konzentration
  • richtige Applikationsart bzw. Ort?
  • richtiger Zeitpunkt

Umgang mit Arzneimitteln

Aufbrauchfristen

• Tabletten und Kapseln (trockene Lagerung)ca. 3 Jahre
• Tabletten und Kapseln (trockene Lagerung)ca. 3 Jahre
• konservierte Nasentropfenca. 3 Monate
• Ohrentropfenca. 6 Monate
• konservierte Augentropfenca. 4 – 6 Wochen
• unkonservierte Augentropfenca. 24 Stunden
• Insulinca. 4 Wochen

Lagerung von Arzneimitteln

  • Arzneimittel müssen für Unbefugte unzugänglich aufgewahrt werden.
  • Betäubungsmittel sind in einem gesonderten, verschlossenen Schrank zu lagern.
  • Unverschlossen dürfen Infusionslösungen und Tees aufbewahrt werden.
  • Zu- und Abgänge werden in einer Karteikarte vermerkt, die alle 6 Monate vom Gesundheitsamt überprüft werden.

 

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