Autor/in: B. Pafel

Pharmakokinetik

Untersucht den Weg eines Arzneimittels im Körper und die Veränderungen, denen ein Arzneimittel im Körper unterliegt.

Resorption:
Aufnahme eines Stoffes von einer Körperoberfläche in die Blutbahn.

Verteilung:
Nach der Resorption befindet sich der Arzneistoff im Blut, je nach seinen Eigenschaften verteilt er sich dann mehr oder weniger gleichmäßig im gesamten Organismus
Verteilungsgleichgewicht, wichtige Schranke: Blut-Hirn-Schranke

Speicherung:
Anreicherung / Speicherung von Stoffen in bestimmten Organen /Geweben

Plasmakonzentration:
Konzentration des Arzneistoffes im Blutplasma

Eiweißbindung:
Bindung zwischen Arzneistoff und Bluteiweiß im Blut.
WICHTIG: Nur der ungebundene Arzneistoff kann wirken. Arzneistoffe können sich gegenseitig aus der Eiweißbindung verdrängen.

Biotransformation:
Ist die Umwandlung von Stoffen durch Leber und Niere, um sie in eine ausscheidbare Form zu bringen.

spezielle Formen bei Arzneistoffen:

Bioinaktivierung:
das Abbauprodukt (Metabolit) ist nicht mehr als Arzneistoff wirksam.

Bioaktivierung:
der Metabotit ist wirksam, evtl. noch wirksamer als das Ausgangsprodukt.

Giftung:
Das Abbauprodukt ist giftig.

Enzyminduktion:
Durch die regelmäßige Gabe eines Stoffes wird die Menge an abbauenden Enzymen in der Leber erhöht.

» Abnahme der Wirkung
» Wechselwirkung bei gleichzeitiger Gabe mehrerer Arzneistoffe
» Gefahr der Leberschädigung

First-pass-effect:
Nach der Resorption aus dem Magen-Darm-Trakt gelangt der Arzneistoff mit dem Blut in die Pfortader, von dort in die Leber und erst dann in den gesamten Blutkreislauf. Für die Wirkung eines Arzneistoffes ist es wichtig, in welchem Ausmaß ein Arzneistoff schon bei dieser ersten Leberpassage abgebaut wird. Der First- pass- effect charakterisiert die Menge an Arzneistoff, die bei der ersten Leberpassage abgebaut/umgewandelt wird.

Halbwertzeit:
Ist die Zeit, in der die Plasmakonzentration eines Stoffes um die Hälfte absinkt. Abgekürzt: ½

Kumulation:
Durch zu häufige Gabe eines Stoffes reichert sich dieser im Körper an.

Therapeutische Breite:
Kennzeichnet den Bereich zwischen der minimal wirksamen und minimal toxischen Plasmakonzentration.
Gefährlich sind Arzneistoffe mit kleiner therapeutischer Breite! » Sorgsam dosieren!

Biotransformation findet in der Leber und den Nieren statt!
Die Resportion kann nur umgangen werden, wenn der Arzneistoff direkt in die Blutbahn injiziert wird.

Verteilung: Blut- Hirn- Schranke = Membran die das Blut vom Gehirn trennt.
Plasmakonzentration: Bei Blutentnahme kann die Konzentration des Arzneistoffes bestimmt werden. (Marcumar, Antieptileptika, Asthmabehandlung

Eiweißbindung: Wichtig, wenn mehrere Arzneistoffe verabreicht werden. Arzneistoffe drängen sich gegenseitig aus der Eiweißbindung. Dadurch verstärkt sich die Wirkung.

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