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Mitglied im Pflegenetz
Autor: M. Heine
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II.2.4 Pflege von Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen

 

Arzneimittellehre

Arzneistoffe zur Behandlung von Arrythmien

  • Bradykardie
    • ß-Sympathominetika
      • Adrenalin: bei Herzstillstand zur auslösung neuer Herzreaktionen
      • Isoprenalin: beschleunigt den Herzrhythmus= positiv cronotop
    • Paratympatholotika
      • Atropin: Steigerung der Herzfrequenz
  • Tachykardie
  • ß-Blocker: vermindert Sympartikiuseinflüsse auf das Herz → Frequenz↓
  • Vorhoffflimmern
    • Herzglycoside
  • Antiarrythmika
    • AS zu unspezifischen Beeinflussung von Erregungsbildung und Erregungsfortleitung

4 Klassen

        • Natriumkanalblocker
        • ß-Blocker
        • Kaliumkanalblocker
        • Ca-Antagonisten

Zu I. )
WM:
Hemmung  elektrische Erregbarkeit der Zellen

  • senken die Sinusknotenfrequenz
  • senken die Kontraktionskraft

NW:
Hemmung der Funktion von Nervenzellen

  • Schwindel, Benommenheit, motorische Störungen

Arrythmien durch Eingriff in die elektr. Vorgänge

Zu II. )
Besonders geeignet, wenn weitere Herzkrankheiten vorliegen z.B. Herzinsuffizienz, Hypertonie
WM:

  • durch Blockade der Rezeptoren wird das herz von sympathischen Reizen  abgeschirmt
  • Frequenz↓
  • Herzleistung↓

Atenolol
Metoprolol= Beloc Zok®
NW:

  • Durch Blockade der ß-Rezeptoren an der Lunge Gefahr von Asthmaanfällen, besonders bei vorbelasteten Patienten
  • Kopfschmerzen, Schwindel durch Blutdrucksenkung

Zu III. )
AS:
Amiodaron = Cordarex® (Jodhaltig)
Sotalol = Sotahexal®

WM:
Beeinflussung der Überleitung elektr. Reize

Zu IV. )
AS:
Verapamil = Isoptin®
WM:

  • Negativ chronotrop = Schlagfrequenz↓
  • Negativ dromotrop = Erregungsleitung↓
  • Negativ inotrop = Kontraktionsfähigkeit↓

AS:
Nifedipin = Adalat®
WM:
Wirkt hauptsächlich vasodilatierend (gefäßerweiternd)
NW:
Bradykardie

AS zur Therapie der Herzinsuffizienz
Ziele der Therapie:

  • Steigerung der Kontraktionskraft

Bessere Entleerung der Herzkammer

    • Herzglycoside
  • Senkung der Herzarbeit

Senkung der Vorlast (= peripherer Widerstand)
Senkung der Nachlast (=venöser Rückstau)

    • Nitrate
    • Diuretika
    • ACE-Hemmer

Zu 1a)
Grafik 

Geringe therapeutische Breite (0,1 mg)
Antidot: Digitalis-Antidot BM®
Gewinnung:

  • Aus Digitalis purpura= roter Fingerhut
  • Aus convallaria maialis= maiglöckchen

Wirkungen :

  • Positiv inotrop (= Steigerung der Kontraktionfähigkeit)
  • Negativ chronotrop (= Senkung der Schlagfähigkeit)
  • Negativ dromotrop (= Senkung der Erregungsleitung)
  • Positiv bathmotop (= Steigerung der Erregungsbildung)

Novodigal®  Lanitop®  Digimerck®
Extrakte unterscheiden sich in ihrer Phamakinetik
Zu 2a) Nitrate
Glyceroltrinitrat  = Nitrospray®
Isosorbitdinitrat  =  Isoket®
WM:

  • Durch Bildung von NO (Stickstoffmonoxid), Erschlaffung der glatten Muskulatur
    • Venendilatation
    • Arteriendilatation (= Erweiterung)
    • Verminderung von Koronarspasmen

NW:

  • Kopfschmerzen durch Bludruckabfall
  • Kopfschmerz durch Gefäßdilat im Kpfbereich

Nitrat-Toleranz

→Wirkung lässt nach → Nitratfreie Intervalle

Akuttherapie

Nitropsay/ Zerbeisskapsel

Prophylaxe/ Dauertherapie

Plaster/ Kapseln
Zu 2b) Diuretika

  • Unterscheiden sich im Angriffsort innerhalb der Niere
  • Fördern die Ausscxheidung von Wasser + Elektrolyte
  • Thiazid-Diuretika

Hydrochlorothiazid (HCT)→ Dytide®
Angriffsort: distaler Tubulus
Auscheidung von NaCl + Wasser

  • Schleifendiuretika

Furosemid→Lasix®
Angriffsort. Henlesche Schleife
Auscheidung von NaCl + Wasser + Mg + Ca + K
Stark wirksam
Wirkeintritt innerhalb 1 Stunde – 4 Stunden
NW: Wadenkrämpfe durch Mg-Mangel

  • Kaliumsparende Diuretika

Triamteren
Angriffsort: später distaler Tubulus
Auscheidung von NaCl + Wasser +  wenig K
NW:

      • Arrythmien durch Elektrolyteverluste besonders bei Kalium + Natrium
      • Kreislaufstörungen durch Voliúmenverluste

Zu 2c) ACE-Hemmer

  • Captopril → Lopirin®
  • Ramipril → Delix®

A

ngiotensin

C

onversions

E

nzym

WM:
Bildung von Angiotensin II wird unterdrückt
→ Blutdruck ↓ durch Gefäßerweiterung
→ Blutvolumen↓ durch vermehrte Ausscheidung von NaCl + Wasser
NW:
Reizhusten
AS zur Therapie der Angina pectoris

  • Nitrate
  • ß-Blocker
  • Ca-Antagonisten
  • Molsidomin→ Wirkprofil der Nitrate, aber keine Toleranzentwicklung

AS zur Therapie der Koronarstenose
Siehe Angina pectoris

  • HMG-COA-Reduktosehemmer (=Statine)

WM:
Durch Enzymblockade wird Körpereigene Cholesterinsynthese unterdrückt → Cholesterinspiegel↓

  • Atonastatin→ Sortis®
  • Simvastatin→ Zocor®

AS zur Therapie des Myokardinfakt

  • Stark wirksame Analgetika (Morphiumpräperate)
  • Tranquillantien (Berühigungsmittel)
  • Fibrinolytika
  • Nitrate
  • Thrombozytenaggretationshemmer

Hypertonie:
Systolisch: > 160 mmHg
Diastolisch: > 85 mmHg
Wohlbefinden des Patienten ist nicht beeinträchtigt

AS zur Behandlung der Hypertonie = Antihypertensiva

  • ß-Blocker
  • ACE- Hemmer
  • Diuretika:
    • Schleifendiuretika: Furosemid = stark wirkend
    • Kaliumsparende Diuretika: Triamteren
    • Thiazide: HCT
  • Ca-Antagonisten=Ca-Kanalblocker
  • Nifedipin (Adalat®)

→ Weitstellung der Gefäße
→ Volumenreduktion
→ Sympathikusabschirmung

Hypotonie

Symptome:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • „Schwarz werden“ vor Augen

hoher Leidensdruck des Patienten
Basismaßnahmen: Bewegung, viel Flüssigkeit aufnehmen, Wechselduschen

AS zur Behandlung der Hypotonie

  • Sympathomimetika
    • Etilefrin → Effortil®

WM:
Erhöhung der Kontraktionsfähigkeit + Erhöhung des peripheren Widerstandes

  • Mutterkornalkaloide
  • Dihydroergotamin → Dihydergot®
  • Homäopatisches Arzneimittel
  • Korodin® Tropfen

Autor: M. Heine
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