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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Simone
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Arzneimittel

Teil 1 / Teil 2

 

4.2. Parasympatholytika

(lytika= auflösen)
FAM: + Ventilat® DA
         + Atrovent® DA
         + Spiriva® Da
Anwendung:
- COLD
- Asthma-Langzeittherapie (nicht beim Anfall)
Nebenwirkung:
- Mundtrockenheit

4.3. Theophyllin-Präparate

FAM: + Euphillin®
         + Bronchoretard®
Anwendung:
- zur Asthmaprophylaxe
- Tabletten zur Dauerbehandlung, nicht beim Anfall
- als i.v.-Lösung bei schweren Asthmaanfällen
Theophyllin-Präparate haben eine geringe therapeutische Breite. Deswegen werden sie eher als Reservemittel eingesetzt.

4.4. Glukokortikoide („Cortison“)

a) Inhalativ-angewendete Glukokortikoide:

FAM: + Budes®
         + Flutide®
         + Pulmicort®
         + Sanasthmax®
Anwendung:
Inhalativ-angewendete Glukokortikoide werden in der Langzeittherapie bei Asthma bronchiale eingesetzt, nicht beim Asthma-Anfall, weil sie nicht bronchienerweiternd wirken.
Diese Asthma-Sprays haben kaum systemische (= den ganzen Körper betreffende) Nebenwirkungen.
Nebenwirkungen:
- Mundsoor (Hefepilzbefall im Mund)
- Heiserkeit
Anwendungshinweise der Glukokortikoide:
Zur Mundsoorprophylaxe:
- Sprays möglichst vor dem Essen verabreichen
- nach jeder Anwendung den Mund mit Wasser ausspülen

b) Oral-angewendete Glukokortikoide:

FAM: + Decortin®H
         + Urbason®
Anwendung:
- schwere Asthmaformen
- starke COLD

Herzmedikamente

1. Herzglykoside

―› wurden ursprünglich aus dem roten Fingerhut gewonnen, heute chemische Verbindung
Anwendung:
- Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
- Herzrhythmusstörungen der schnellen Form
FAM: + Digimerck®
         + Novodigal®
         + Lanitop®
Wirkung:
Herzglykoside wirken herzstärkend, so dass die Kontraktionskraft des Herzens erhöht und die Herzarbeit verringert wird. Insgesamt kann das geschwächte Herz wieder mehr Blut auswerfen und arbeitet ökonomischer.
Dosierung:
- muss individuell festgelegt werden
- oft wird in den ersten Tagen hoch dosiert, um schnell eine wirksame Arzneistoffmenge im Blut zu haben
- Dosierung muss genau eingehalten werden, um Überdosierungen zu vermeiden
- regelmäßige Kontrolle der Dosierung durch Puls, EKG, Blutbild, Beobachtung der Medikamentenwirkung
  (z.B. Rückgang der Ödeme)
Nebenwirkungen:
a) bei „normaler“ Dosierung:
- Übelkeit, Erbrechen
b) bei zu hoher Dosierung:
- Sehstörungen (Farbsehen, Augenflimmern)
- Verwirrtheit, Halluzination
Herzglykoside haben eine geringe therapeutische Breite (d.h. eine geringe Spanne zwischen der nötigen Wirkkonzentration und den ersten Vergiftungserscheinungen) und auch eine lange Halbwertszeit (d.h. sie wirken auch noch nach dem Absetzen). Daher ist es wichtig, die Dosierung genau einzuhalten und regelmäßig zu überprüfen.
Den Wirkverlust pro Tag nennt man Abklingquote.
Wechselwirkungen:
Durch die gleichzeitige Einnahme von bestimmten Abführmitteln (z.B. Dulcolax®, Laxoberal®, Kräuterlax®, Sennesblättertee) kommt es zu einer Wirkungsverstärkung der Herzglykoside.

2. Nitroverbindungen

Anwendung:
Nitroverbindungen werden zur Therapie eines akuten Angina pectoris-Anfall und zu dessen Prophylaxe angewendet.
a) Therapie beim Anfall:
FAM: + Nitrolingual®-Spray
          + Nitrolingual®-Zerbeißkapseln
―› schneller Wirkungseintritt (innerhalb von Minuten), jedoch nur kurze Wirkung (ca. 20-30 Minuten)
b) zur Prophylaxe:
- Retardformen von Nitroverbindungen
FAM: + Ismo®
         + ISDN-ratiopharm®
―› Wirkung tritt erst nach 1 Stunde ein, hält aber über mehrere Stunden an
Um eine Gewöhnung des Körpers an Nitrate zu vermeiden, sollte eine nächtliche Nitratpause gemacht werden.
Wirkung:
Nitrate wirken gefäßerweiternd, was zu einer Entlastung des Herzens führt. Dadurch sinkt der Sauerstoffverbrauch und der Angina pectoris-Anfall hört auf.
Nebenwirkungen:
Durch die Erweiterung der Gefäße kommt es zu:
- „Nitratkopfschmerz“
- Gesichtsrötung
- Wärmegefühl
- Blutdrucksenkung

3. Antihypertensiva

= Blutdrucksenkende AM
Nicht-medikamentöse Maßnahmen:
- Einschränkung der Kochsalzzufuhr
- Gewichtsreduzierung
- Rauchen einstellen
- körperliche Bewegung (Ausdauersport)
Medikamentöse Maßnahmen:
- regelmäßige Blutdruckkontrolle beim Arzt
- Dosierung/Behandlung in Absprache mit dem Arzt

3.1. β(Beta)-Blocker

FAM: + Beloc® (AS: Metoprolol)
          + Concor® (AS: Bisoprolol)
          + Tenormin® (AS: Atenolol)
Wirkung:
β-Blocker vermindern die Wirkung des Sympathikus auf das Herz. Dadurch werden die Schlagfrequenz (Puls) und die Schlagkraft (Zusammenziehen des Herzens) herabgesetzt. Das Herz verbraucht weniger Sauerstoff und der Blutdruck wird gesenkt.
β-Blocker nicht plötzlich absetzen, sondern ausschleichen lassen.
Kontraindikationen:
- Asthma
- obstruktive Atemwegserkrankungen (COPD, verengte Bronchien)
Wechselwirkungen:
β-Blocker verzögern den Wiederanstieg des Blutzuckerspiegels nach Gabe von Insulin oder oraler Antidiabetika
―› Gefahr der Unterzuckerung bei Diabetikern, wobei die Anzeichen einer Unterzuckerung durch β-Blocker
     verdeckt werden
―› häufigere BZ-Kontrolle
Weitere Indikationen:
- KHK
- tachykcarde Herzrhythmusstörungen
- Migräneprophylaxe

3.2. Calcium-Antagonisten

FAM: +Adalat® (AS: Nifedipin)
          + Bayotensin® (AS: Nitrendipin)
          + Isoptin® (AS: Verapamil)
Wirkung:
Durch die Erweiterung der peripheren Blutgefäße senken sie den Widerstand im Gefäßsystem und dadurch den Blutdruck. Außerdem verringern sie die Herzarbeit und senken so den Sauerstoffverbrauch des Herzens.
―› Sie können auch zur Behandlung von KHK eingesetzt werden.
Nebenwirkungen:
- Magen-Darm-Störungen
- Verstopfung (bei Verapamil)

3.3. ACE-Hemmer

FAM: + Lopirin® (AS: Captopril)
          + Xanef® (Enalapril)
          + Acerbon® (Lisinopril)
Wirkung:
ACE-Hemmer hemmen ein Enzym (Angiotensin-Converting-Enzym), das Angiotensin1 in Angiotensin2 (= eine der stärksten Substanzen zur Blutdrucksteigerung)  umwandelt. Durch eine geringere Bildung von Angiotensin2 nimmt unter anderem der periphere Gefäßwiderstand ab. Das führt zur Blutdrucksenkung und Herzentlastung.
Nebenwirkung:
- trockener Reizhusten
Weitere Indikation:
- Herzinsuffizienz

3.4. AT1-Blocker (Sartane)

FAM: + Lorzaar®
         + Atacand®
         + Aprovel®
Wirkung:
AT1-Blocker hemmen direkt die Wirkung von Angiotensin2
―› Blutdrucksenkung

3.5. Diuretika

FAM: + Esidrix®, + HCT® von ct
         + Lasix® ((AS: Furosemid)
         + Dytide®H
         + Furorese®
Wirkung:
Diuretika sind Medikamente, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken (= harntreibende oder diuretische Wirkung).
Die verstärkte Flüssigkeitsausscheidung senkt den Blutdruck und schwemmt Ödeme aus.
Nebenwirkung:
- Kaliummangel (Hypokaliämie)
Wechselwirkungen:
- Wirkungsverstärkung von Herzglykosiden
- Wirkungsminderung von blutzuckersenkenden Arzneistoffen
Pflegehinweise:
1. morgendliche Gabe
2. auf Zeichen von Kaliummangel achten
   z.B. Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Verstopfung, Müdigkeit
   ―› Ausgleichen durch kaliumreiche Kost (z.B. Bananen, Aprikosen) oder medikamentös (z.B. Kalinor®)
3. regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Puls, EKG
4. auf Zeichen der Austrocknung/Exsikkose achten
5. eine zu schnelle Ödemausschwemmung erhöht die Thrombosegefahr
6. Blutzucker häufiger überprüfen
Weitere Indikationen:
- Ödeme
- Herzinsuffizienz
Antikoagulantien
= blutgerinnungshemmende AM

1. Heparin

FAM: + Liquemin® (=unfraktioniertes Heparin)
         + Fraxiparin®, + Clexane® (=fraktionierte Heparine)
Wirkung:
Heparin bildet im Körper einen Komplex mit Antithrombin, dadurch wird die Blutgerinnung gehemmt, vor allem die Umwandlung von Fibrinogen in Fibrin.

Low-dose-Heparinisierung (Niedrigdosierung):

Anwendung: zur Thromboseprophylaxe nach Operationen oder bei überwiegend bettlägerigen Patienten
Verabreichung: s.c.-Injektionen

High-dose-Heparinisierung (Vollheparinisierung):

Anwendung: - Lungenembolie
                  - akute  Venenthrombose
                  - akuter („frischer“) Herzinfarkt                  
Verabreichung: i.v.
Bei der Pflege zu beachten:
- keine i.m.-Injektionen
- auf Blutungen achten
- bei Überdosierung Gabe von Antidot (= Gegenmittel): Protamin® (i.v.-Injektion)
- bei Schmerzen keine Gabe von Aspirin®/ASS ―› steigert Blutungsgefahr!
Blutbildkontrolle:
Blutbildkontrolle wegen heparininduzierter Thrombopenie (= durch Heparingabe ausgelöster Abfall der Blutplättchen)
Heparinzubereitungen zur lokalen Anwendung:
- bei Blutergüssen, Prellungen, Verstauchungen
FAM: Heparin 30 000 Lichtenstein®

2. Coumarine

FAM: +Marcumar®, +Marcoumar®
Wirkung:
Coumarine hemmen die Herstellung bestimmter Gerinnungsfaktoren in der Leber, indem sie das dazu notwendige Vitamin K verdrängen.
―› Blutgerinnung wird herabgesetzt.
Die volle Wirkung tritt erst nach 1-3 Tagen ein.
Anwendung:
Marcumar® dient vor allem zur Langzeitbehandlung nach (z.B.):
- Venenthrombosen
- Lungenembolien
- Herzklappenersatz
- Herzinfarkt
Nebenwirkung:
- Blutungen
Hinweise zur Therapie:
1. individuelle Dosierung
2. regelmäßige Kontrolle der Dosierung durch den Quick-Wert oder INR-Wert
   ―› Quick- und INR-Wert sind ein Maß für die Gerinnungsfähigkeit des Blutes
3. bei Überdosierung Gabe von Vitamin K: Konakion®
4. vor geplanten Operationen muss Marcumar® abgesetzt werden
5. andere Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt
6. bei Schmerzen keine Gabe von Aspirin®/ASS

3. Thrombozytenaggregationshemmer (= TAH)

FAM: Aspirin® 100
         ASS100-ratiopharm®
Wirkung:
Thrombozytenaggregationshemmer hemmen die Zusammenballung der Thrombozyten (= Blutplättchen) und verhindern so die Thrombusbildung. Sie wirken vor allem im arteriellen System.
Anwendung:
- Herzinfarkt- bzw. Reinfarktprophylaxe
- Schlaganfallprophylaxe
Nebenwirkungen:
- Magen-Darm-Blutungen
- Verengung der Atemwege
Wechselwirkung:
- keine gleichzeitige Behandlung mit Heparin und Marcumar®
Neuere Thrombozytenaggregationshemmer:
FAM: + Tiklid®, + Plavix®
Psyopharmaka
» Medikamente die psychische Vorgänge im Gehirn beeinflussen
» Psyopharmaka entfalten ihre Wirkung über Einfluss auf Neurotransmitter ( = Nervenbotenstoffe ) im ZNS

1. Antidepressiva

Wirken stimmungsaufhellend und angstlösent bei depressiv Erkrankten und verstärken Noradrenalin und Serotonin. Wirkung tritt oft erst nach 2 – 3 Wochen ein

  • pflanzlich:
    Johanneskraut; soll Serotoninwirkung verstärken

Nebenwirkung: Hautreaktionen, Haut wird empfindlicher

  • chemisch:
    1. Trizyklische Antidepressiva: ( verstärken Sympathikus ) verstärken Noradrenalin
    und Serotoninwirkung Bsp.: Aponal ®
    Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Tachykardie, Harnverhalt, Zittern und Schwindel
    2. Serotonin – Wiederaufnahmehemmer: Bsp.: Tagonis ®, Fluctin ®
    Nebenwirkungen: Übelkeit, Kopfschmerzen, Unruhe
  • MAO Hemmer:
    selten eingesetzt

2. Neuroleptika:

wirken primär antipsychotisch d.h. wirken gegen Psychosen wie Bsp.: Manie, Delier, gegen Verwirrtheit, Schizophrenie und sie wirken sedierend (» dämpfen Wahn, Angst, Erregbarkeit )
Neuroleptika blockieren die Dopaminrezeptoren im Gehirn

  • starke Neuroleptika: sind wenig sedierend; Bsp. Haldol ®
  • mittelstarke Neuroleptika: sind stärker sedierend; Bsp. Psyquil ®
  • schwache Neuroleptika: sind stark sedierend; Bsp. Atonsil ®; Truxal ®; Dipiperon ®; Melleril ®; Leponex ®
    Nebenwirkungen: ortostatische Hypotonie ( = beim Aufstehen ist einem schwindelig ), Blutdruckregulationsstörungen, Mundtrockenheit, Obstipation, Allergien, Hautreizungen, Dyskinesien ( = spontan auftretende unkontrollierbare Bewegungen ), bei hoher Dosierung Schlund- und Blickkrämpfe, Gewichtszunahme durch erhöhten Appetit, medikamentöses Parkinsonsyndrom

3. Beruhigungsmittel ( auch Tranquilizer oder Anxiolytika genannt )

  • pflanzlich:
    Baldrian, Hopfen, Kava – Kava – Wurzel (» ist eine Pflanze ) die sehr gut verträglich ist
    Bsp. Laitan ®
    Nebenwirkungen: Leberschaden bei langer Einnahmezeit
  • chemisch:
    Benzodiazepine: Bsp.: Valium ®, Adumbran ®, Tavor ®, Lexotanil ®, Dormicum ®
    wirken angstlösent, sedierend, schlafffördernd, Antiepileptisch und in hoher Dosierung narkotisierend
    Nebenwirkungen: Konzentrationsstörungen, Reaktionsstörungen, Müdigkeit, bei langer Einnahme ist eine Sichtgefahr gegeben, bei älteren Menschen kann es zu einer paradoxen Erregung kommen, evtl. Verwirrtheit

4. Schlafmittel ( = Hypnotika )

   a)   pflanzlich:
         Bsp.: Hopfen, Baldrian
   b)   chemisch:
        
Benzodiazepine ( in stärkerer Dosierung )
         Barbiturate Bsp.: Luminal ®
   c)   Verschiedenes:
         Chloraldurat ® » dürfen nur herzgesunde alte Menschen nehmen

5. Nootropika: ( » Mittel, die die Hirnleistung verbessern sollen )

Sind umstritten ob sie wirklich gut wirken

  • pflanzlich:
    Gingoextrakte » Tebonil ®, Rökan ®
  • chemisch:
    Piracetan » Normabrain ®, Norotop ®
    Pyritind » Encephabol ®

Anämie
= Mangel an Erythrozyten und/oder Hämoglobin
Therapie:
Eisen2-Salze (oral):
FAM: Ferrosanol duodenal®
          Lösferron®
          Eryfer®
Dosierung: 100-200 mg/Tag
Dauer: 2-3 Monate
―› Tabletten nüchtern nehmen 30-60 Minuten vor dem Essen mit Orangensaft oder Vitamin C (nicht mit 
      Milch, Tee, Kaffee einnehmen, weil diese Eisen binden!)
Eisen3-Salze (parenteral):
FAM: Ferrlecit®
Bei Anämie durch Vitamin B12-Mangel:
FAM: Vitamin B12-Steigerwald-Ampullen
Nebenwirkungen:
- schwarzer Stuhl
- Magen-Darm-Störungen
- Verstopfung
Antihistaminika
Antihistaminika sind Arzneimittel, die bei allergischem Schnupfen, allergischer Bindehautentzündung und allergischen Ekzemen eingesetzt werden.
Wirkung:
Antihistaminika hemmen die Wirkung des Histamins.
Histamin ist ein Botenstoff, der für die allergischen Reaktionen verantwortlich ist.
Symptome:
- Juckreiz
- Rötung
- Nase schwillt an, Schnupfen
- Verengung der Bronchien
FAM:
a) bis zum Hals wirkend:  Zyrtec® (AS: Cetirizin)
Lorano® (AS: Loratadin)
Fenistil®
+ Xusal®
+ Aerius®
+ Telfast®
                                   Livocab® (Nasensprays, Augentropfen)
b) bis in die Bronchien wirkend: + Zaditen®
c) lokale Wirkung: AS: Cromoglicinsäure (Nasensalbe, Augentropfen, Dosieraerosol)
                           FAM: Viridin®
                                       DNCG Stada®      
Nebenwirkung:
- Sedierung (Müdigkeit)
Wundbehandlung

1. Wundreinigung

―› Entfernung von Fremdkörpern, Belägen, …
- Ringer®Lösung, NaCl, Wasser

2. Wunddesinfektion

―› immer wenn Wunde infiziert ist oder Infektionsgefahr besteht
a) PVP-Jodhaltige Lösungen:

  • Betaisodona®
  • Braunol®
  • Traumasept®
  • Freka-cid®

Vorteil:
- gut verträglich, brennt kaum
- breites Wirkungsspektrum (Pilze, Bakterien, Viren)
- hohe Abtötungsrate nach kurzer Wirkungszeit
Nachteil:
- werden durch Blut und Eiter inaktiviert
- können Allergien auslösen
- dürfen bei Personen mit Schilddrüsenerkrankungen und Schwangeren nicht großflächig angewendet 
  werden
b) Octenisept®
    ―› besser verträglich, ohne Jod

3. Wundabdeckung

- bei Dekubitus besser feuchte Versorgung als trockene

4. Wundheilungsfördernde Medikamente

AS: Dexpanthenol

  • Bepanthen® (wirkt heilungsfördernd)

AS: Zinkoxid

  • Zinkpaste, Zinksalbe (wirken austrocknend)
  • Lebertran: (fördert Zellwachstum)

Mitosyl®
Mirfulan®

Arzneimittel

Teil 1 / Teil 2

Autor: Simone
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