Autor/in: Nicole

Das Herz

Cor / Cardio

Lage des Herzens :

Es liegt schräg zwischen den Lungenflügeln, im vorderen, unteren Teil des Mediastinums (Mittelfellraum), über dem Zwerchfell (Diaphragma).

Etwa 2/3 in der linken und 1/3 in der rechten Thoraxhälfte. Im Herzbeutel.

Herzachse :

Die Herzachse ist im Thorax von rechts oben hinten nach links unten vorne gerichtet.

Größe/Gewicht :

Etwa faustgroß, entspr. etwa 300gr. Ist altersabhängig.

Herzleistung :

 

HF = Herzfrequenz = Schläge/min = Puls

 

SV = Schlagvolumen = Blutmenge die während der Systole aus dem Herzen gepumpt wird

HMV = Herzminutenvol . = HF x SV = Volumen, das /min aus dem Herz gepumpt wird

Normalwert eines Erwachsen ca. 70 Schläge/min ~ 4900ml

/Schlag ca. 70ml Blut ~ 7-8% des Körpervolumens =

Aufbau des Herzens/Herzschichten :

Perikard = Herzbeutel; umschließt das Herz von außen

 

Schutz und Gleithülle des Herzens vor Reibung

z.T. mit Zwerchfell verwachsen

( Epikard = bildet die innere Schicht des Herzbeutels; einschichtiges Epithelgewebe)

Myocard = Herzmuskel, li. Kräftiger > höherer Druck, nötig da die Arterien ein dickes elastisches Gewebe haben und somit einen höheren Widerstand erzeugen. Enthält Erregungsleitungssystem

Endocard = Innere Herzschicht = Endothel ; kleidet alle Innenräume des Herzens aus, bildet Klappen, sehr glatt, wenig Reibungswiderstand

Herzmuskel = quergestreifte Muskulatur = unwillkürliche Innervation = autonom

Herzklappen alle auf einer Ebene!!! = Ventilebene

2 Arten von Klappen:

Taschenklappen = festes BG = Aortenklappe und Pulmonalklappe

Segelklappen = sehr weich, koll.Fasern = Mitralklappe und Tricuspidalklappe = mit Trabekeln und Papillarmuskeln am Myocard befestigt = verhindert das die Klappen sich in

die andere Richtung öffnen.

re . Vorhof = Ad = Atrium dexter

re . Kammer = Vd = Ventrikel dexter

li. Vorhof = As = Atrium sinister

li. Kammer = Vs = Ventrikel sinister

Arterielles System :

  • Sauerstoffreiches Blut
  • vom Herzen weg
  • ca. 15% der Blutmenge
  • Ausnahme: Arteria pulmonalis

Venöses System :

  • Sauerstoffarmes Blut
  • zum Herzen hin

  • ca. 80% der Blutmenge
  • Ausnahme: Vena pulmonalis

Kapillarsystem :

  • O 2 /CO 2 – Austausch
  • Stoffwechselvorgänge
  • ca. 5% der Blutmenge

Herzkreislauf:

Großer Kreislauf : li. Herzkammer » Aortenklappe » Aorta » Arterien » Arteriolen » Kapillaren » Venolen » Venen » Hohlvenen ( vena cava superior / inferior) » re . Vorhof » Tricuspidalklappe » re . Kammer

Kleiner Kreislauf : re . Kammer » Pulmonalklappe » Pulmonalarterie » Lunge » Pulmonalvenen » li. Vorhof » Mitralklappe » li. Kammer

Systole = Anspannungs-, Entleerungsphase : (Kontraktionsphase)

  • Die Kammermuskulatur kontrahiert, hierdurch hoher Druck in den Kammern
  • Da der Druck in den Kammern jetzt höher ist, als in den Vorhöfen und Arterien, schließen sich die Segelklappen und die Taschenklappen öffnen sich.
  • Das Blut wird nun in den großen Kreislauf gepreßt.

Diastole = Entspannungs-, Füllphase : (Relaxationsphase)

  • Die Kammermuskulatur erschlafft, hierdurch niedriger Kammerdruck
  • Da der Druck in den Vorhöfen und großen Arterien jetzt größer ist als in den Kammern schließen sich die Taschenklappen und die Segelklappen öffnen sich
  • Nun strömt Blut aus den Vorhöfen in die erschlafften Kammern ein

Die Systole wird vom Erregungsbildungs-, Erregungsleitungssystem gesteuert.

Erregungsbildungs-, Erregungsleitungssystem :

  • Sinusknoten = prim. Err.bild.zentr . = 60-80 Imp./min
  • AV-Knoten = sek. Err.bild.zentr . = 40-60 Imp /min
  • His’sches Bündel = tert. Err.bild.zentr = 25-40 Imp./min
  • Tawara-Schenkel = His’sche Schenkel
  • Purkinje Fasern

Die Herzspitze ist zwischen dem 4.-5. ICR tastbar.

Kontraktionsphase / Reizleitung :

Der Sinusknoten bekommt einen Impuls über das Vorhofgewebe und gibt einen elektr . Impuls über das Myocard an den AV-Knoten. Von dort wird der Impuls im His’schen Bündel an den Tawara-Schenkel , der li. und re . an der Herzscheidewand in den Kammern verläuft, weitergeleitet und von dort in die Purkinje Fasern. Die P-Fasern sind mit der Herzspitze verbunden und geben den Reiz zur Kontraktion der Kammern über das Myocardgewebe .

Die Kontraktion muß in der Herzspitze erfolgen, da das Blut nach oben ausgetrieben werden muß und so der Austrieb mit wenig Energie möglich ist.

Diese Impulsleitung wird mit Hilfe des EKG’s gemessen. P= Vorhofkontraktion;

QRS = Kammerkomplex; T = Erregungsrückgang

Regelung der Herzleistung :

Herzeitvol . (HZV) = Frequenz x Schlagvol .

Anpassung an wechselnde Anforderungen durch

  • Veränderung des Schlagvol .

Vol.änderung durch

  • venöse Gefäßtonisierung (Gefäßspannung) und
  • elastische Eigenschaft des Herzmuskels (Anpassung an die Füllung =Muskel dehnbar)
  • Veränderung der Frequenz

Frequenzänderung durch veg.NS

  • Sympatikus :

  1. steigert Herzfrequenz
  2. steigert Erregungsausbreitung
  3. steigert Kontraktionskraft
  • Parasympatikus :

  1. senkt Frequenz
  2. verlangsamt Erregungsausbreitung
  3. vermindert Kontraktionskraft

Kreislaufregulation

 

Aufgabe : optimale Versorgung aller Organe in Ruhe und Belastung .

Das bedeutet:

  • Sicherung der Mindestversorgung aller Organe

  • optimale Regulation von Herzaktion und RR
  • Umverteilung des Blutstroms zu den aktiven Organen auf kosten ruhender

Organe

Steuerung der Durchblutung durch:

 

die Veränderlichkeit der Gefäße

  • zuständiger Gefäßbereich sind die Arteriolen
  • Steuerung der Gefäßweite durch lokale und zentrale Einflüsse  (Schock, Wunde, etc.)

2. das Herzzeitvol .

Lokale Kreislaufsteuerung – Autoregulation

Mechanismen

  • myogene Effekte : auf RR bedingte Erweiterung reagiert die Gefäßmuskulatur mit Konstriktion
  • O 2 – Mangel : wirkt Gefäßerweiternd und O 2 deckend bei Mehrbedarf
  • Stoffwechselproduktion : durch lokalen Konzentrationsanstieg erfolgt nDurchblutungssteigerung mit dem Ziel des beschl .

Abtransportes. (CO 2 , H + , ADP, AMP)

d) Gefäßaktive Substanzen : Gewebshormone

                                                           Bradykinin , Kallidin – Vasodilatation

                                                           Angiotensin II            – Vasokonstriktion

Autoreulation der kapillardurchblutung

Na = Wasserbindend = hygroskopisch

Aldosteron = Mineralkortikoid = regelt den Mineralhaushalt

-ogen = inaktiv

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