Autor/in: K.Biesgen

Herz

Lage:

  • Im mittleren Brustraum (Mediastinum)
  • wobei die Spitze nach unten und etwas nach links vorne weist
  • seitlich begrenzt durch rechte und linke Lunge
  • hinten: Ösophagus und Aorta
  • vorne: Brustbein
  • unten: Zwerchfell

Herzmechanik

Diastole

Entspannungs-& Füllphase

  • Muskel entspannt
  • in der Kammer sinkt das Blut
  • strömt durch offene AV Klappen in die Kammern

Systole
Anspannungsphase:

  • Kammermuskulatur beginnt sich zusammen zu ziehn
  • der Druck steigt
  • dadurch schließen sich die AV- Klappen

Austreibungsphase

  • nach weiterem Druckanstieg
  • öffnen sich die Arterienklappen
  • und das Blut strömt in die Lunge & Körper

Erschlaffungsphase

  • Arterienklappen sind zu
  • (wenn der Druck in den Vorhöfen höher ist, als in den Kammern)
  • nach einer kurzen Pause beginnt wieder die Diastole

Sinusknoten = 60-80 Imp./min                      AV-Knoten = 40-60 Imp /min
His’sches Bündel = 20-40 Imp./min Tawara-Schenkel = His’sche Schenkel
Purkinje Fasern

  • Die elektrische Erregung beginnt im Sinusknoten
  • sie breitet sich über die Vorhöfe zum AV Knoten aus und wird dort verzögert
  • His-Bündel, Tawaraschenkel und Purkinje- Fasern
  • leiten die Erregung zu den Zellen des Myokards.

Fällt der Sinusknoten aus übernimmt der AV- Knoten die arbeit, allerdings mit wesentlichen langsameren Frequenz. Der AV-Knoten dient normalerweise als Erregungsübermittlung und seine Eigenfrequenz tritt erst auf, wenn das Erregungszentrum tatsächlich ausfällt.

Regelung der Herzleistung :

Herzeitvol . (HZV) = Frequenz x Schlagvol .

Tachykardie ist eine Pulserhöhung auf mehr als 100 Schläge/min beim Erwachsenen
ohne dass ein vermehrter Bedarf an Herzpumpkraft besteht.
Bradykardie ist eine Pulsverlangsammung auf weniger als 60 Schl/min.

Der Puls wird 15 sec gezählt, bei Auffälligkeiten 1min lang durchzählen.

Einflussfaktoren für Herzarbeit

  • Kontraktilität
    • Fähigkeit der Muskelzellen sich zu verkürzen
    • besser bei Durchblutung
    • durch Sympathikuseinfluss
    • bestimmt Medikament
  • Auswurfwiderstand = Nachlast
    • je höher der Widerstand, desto niedriger das Schlagvolumen
  • Vorlast
    • gewisse Vordehnung (durch Füllung) verbessert Kraft der Muskelzellen
  1. Flieseigenschaften des Blutes
  2. der Elektrolytenhaushalt, vor allem Kalium und Natrium

Nachlast         Widerstand, den die Herzmuskulatur überwinden muss, m das Blut aus der Herzkammer in den Kreislauf zu befördern
Vorlast           venöser Rückstrom des Blutes zum Herzen

Die Koronare Herzkrankheit (KHK)

ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße. Wenn der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, nimmt er Schaden und es entstehen Schmerzen in der Brust (Angina pectoris). Vor allem bei erhöhtem Sauerstoffbedarf des Herzens durch körperliche oder seelische Belastungen kommt es zu den Beschwerden. Bei manchen KHK-Patienten können die Schmerzen auch nur gering sein oder ganz ausbleiben.

Die typischen Angina pectoris- Schmerzen sind nur von kurzer Dauer. Sie enden innerhalb weniger Minuten in Ruhe oder durch Einnahme eines Nitro-Präparats. Bleibt eine Besserung der Schmerzen aus, deutet dies auf einen Herzinfarkt hin.

Die Ursache

    • erhöhte Blutfette
    • Rauchen
    • Alter
    • Diabetes mellitus
      Bluthochdruck
    • Erbanlage

Folgen:

    • Angina pectoris
    • Herzinfarkt (plötzliche Herztod)
      Herzinsuffizienz
    • Herzrhythmusstörungen
    • Angina pectoris! Was tun?
        • Erstmaßnahme Nitrospray (zur Erweiterung der Herzkranzgefäße)
        • Arzt Info, Oberkörperhochlagerung
        • Fettreduzierte Kost (verlangsamt das Fortschreiten
        • Flieseigenschaften verändern ( ASS, Marcumar)
        • Stent (Gitter das die Gefäße auseinander drückt)
        • Bypass (Umleitung) Gefäß wird aus den Beinen genommen, eventl. Arm

Herzinsuffizienz ist die Pumpleistung verringert

rechte Herzinsuffizienz:

    • Leber vergrößert sich
    • Magenschleimhautentzündung
    • Rückstau in den Körper & Organe
    • Ödeme (Bauch, Fußgelenke, Füße)
    • Gewichtszunahme
    • Leberschwellung
    • gestaute, erweiterte Halsvene

linke Herzinsuffizienz: (wollen hoch liegen)

    • der Körper wird schlechter mit Blut versorgt
    • Sauerstoffmangel
    • Rückstau in der Lunge (Atemnot)
    • Lungenödem, raselgeräusche in der Lunge, Husten
    • körperlich total eingeschränkt keine gr. Anstrengung mehr möglich (Schwindel)
    • schwäche, Ermüdung, blaue Lippen
Global:
    • beide hälften betroffen

akute Herzinsuffizienz:

    • eingeschränkte Leistungsfähigkeit (beim Treppensteigen Atemnot)
    • häufiges Wasserlassen, auch in der Nacht
    • schneller Herzschlag bei Belastung, Herzrhythmusstörungen
    • Herzvergrößerung
    • Flüssigkeit in der Lunge & im Herzbeutel
    • Entzündung des Herzens
    • Herzinfarkt

 chronische Herzinsuffizienz

    • Bluthochdruck
    • chronische Lungenerkrankung
    • Herzklappenfehler (durch Rückfluss)

Maßnahmen:

    • Medikamente das die Herzleistung verbessert & ASS
    • gezielt Sport (nicht überlasten)
    • Bilanzen (Gewicht, Ein & Ausfuhr)
    • Stuhlgangregulierung
    • tagsüber immer mal wieder Beine hoch
    • Kompressionsstrümpfe
    • Stress abbauen
    • Gespräche mit Angehörigen

Therapie:

    • Entlastung des Herzens durch Medis und odergefäßerweiternde Medis
    • Steigerung der Herzkraft, meist Präparate der Fingerhutpfanze
    • Allgemeinmaßnahmen die alle das Herz entlasten sollen: Gewichtsreduktion
    • Thromboseprophylaxe
    • Sauerstoffgabe über Nasensonde
    • richtige Lagerung
      1. Gespräche mit betroffenen Angehörigen
      2. wohldosiertes Training
Vermeidung von Komplikationen:
    • Riss der Herzwand
    • Aussackungen/ Anorismen
    • Herzrhythmusstörungen

Koronarreserve

die Differenz zwischen maximalem Sauerstoffangebot durch das Blut der Herzkranzgefäße u. der tatsächlichen Sauerstoffaufnahme durch den Herzmuskel.
Herzrhythmusstörungen

jeder Rhythmus der von Sinusknoten abweicht ist eine Herzschwäche

Arrythmie – unregelmäßiger Herzschlag
Tachykardie – hoher Puls
Bradykardie – niedriger Puls
Extrasystole – Extraschlag des Herzens, ist ein zusätzliches schlagen

Ursache:

    • Durchblutungsstörungen
    • Schilddrüsenüberfunktion
    • Suchtmittel/ Genussmittel (Kaffee), Medikamente
    • Herzmuskelentzündungen
    • Erkrankung der Herzwand
    • Herzmuskelerkrankung z.B. Alkoholiker
    • Degeneration des Sinusknoten

Therapie:

    • Marcumar
    • Stromstoß von außen (elektr. Kardioversion- Defibillator)

im EKG wird gemessen:

    • Herzerregungsbildung
    • Rhythmus
    • Frequenz

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