Im Jahre 1966 fand der erste Kurs für Heilerziehungspflege unter der Leitung von Schwester Margot Schorr in der "Aula" statt.
Sie unterrichtete sage und
schreibe zwei Schülerinnen.
Durch die steigende Nachfrage
berufsinteressierter Menschen und
den immer größer werdenden
Bedarf an fachlich qualifizierten
Mitarbeitern entwickelte sich der
anfängliche Kurs zum Seminar
und erhielt 1995 die
Genehmigung als staatlich
anerkannte Ersatzschule.
Die praktische Ausbildung erfolgt
abwechselnd an zwei bzw. drei
Tagen pro Woche.
Es gibt folgende Praktikumstellen
während der Ausbildung:
Förderpflege:
In diesem Bereich liegt der
Schwerpunkt auf der Pflege. Die
Bewohner benötigen eine starke
Hilfestellung in allen Bereichen
des täglichen Lebens. Dabei ist
es notwendig auf die
individuellen Bedürfnisse u.
Vorlieben einzugehen. Eine
ausgeprägte Beobachtung ist
besonders wichtig.
Wohnbereich und
Außenwohngruppen:
Die Hauptaufgabe der Mitarbeiter:
• den behinderten Menschen bei
pflegerischen Aufgaben
begleiten und beraten. z. B.:
Auswahl der Kleidung u.
Unterstützung bei
hauswirtschaftlichen Tätigkeiten.
Konzept der Außenwohngruppe:
• den Bewohner soweit wie
möglich, in das gesellschaftliche
Umfeld integrieren.
• Beratung und Anleitung zum
selbständigen Handeln.
Tagesförderung:
• Betreuung und Förderung der
Bewohner in den verschiedenen
Lebensbereichen.
• Förderung in der selbständigen
Lebensführung.
• gemeinsame Freizeitgestaltung,
wie Umwelterleben, Reiten,
Schwimmen, Snoezeln, bis zur
Kreativgestaltung.
Werkstatt für Behinderte
Anleitung und Begleitung in
folgenden Arbeitsbereichen:
• Landwirtschaft
• Hauswirtschaft
• Metallwerkstatt Holzverarbeitung
• Texilverarbeitung
Arbeitstraining:
Förderung bei der Eingliederung
in die WfB
Sonderschule:
• entwicklungsgerechte Förderung
von geistig behinderten Kindern
und Jugendlichen, umfasst
elementare Unterrichtsinhalte:
• der Unterricht erfolgt
lernzieldifferenziert
• eine integrative
Kindertagesstätte ist
angeschlossen.
Die theoretische Ausbildung
erfolgt abwechselnd an zwei bzw.
drei Unterrichtstagen pro Woche
in folgenden Fächern:
Deutsch/Kommunikation
Religion/biblisch-diakonischer
Unterricht
Englisch
Biologie/Anatomie
Sozialkunde
Gesundheits- u. Krankheitslehre
Päd./Behindertenpädagogik
Psychomotorik
Psychologie/Soziologie
Mathematik
Didaktik/Methodik
Werken/Weben/Kunsterziehung
Pflege
Neurologie/Psychiatrie
Musik/Rhythmik
Bei einem erfolgreichen
Abschluss in den Fächern
Deutsch, Mathematik, Englisch
und Biologie/Anatomie erwirbt
der Fachschüler/Fachschülerin
mit dem Abschluss
Heilerziehungspflege die
Fachhochschulreife.
Dauer der Ausbildung:
Heilerziehungspfleger/Heilerziehu
ngspflegerin: 4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen:
- Realschulabschluss
- Gesundheitszeugnis
- min. 2-jährige einschlägige
erfolgreich abgeschlossene
Berufsausbildung
- eine 1-jährige einschlägige
erfolgreich abgeschlossene
Berufsausbildung und eine 1-
jährige Tätigkeit in einer
pflegerischen, sozialpflegerischen
oder pädagogischen Einrichtung
- eine min. 2-jährige erfolgreich
abgeschlossene Berufsausbildung
und eine 1-jährige Tätigkeit in
einer pflegerischen,
sozialpflegerischen oder
pädagogischen Einrichtung
- FSJ und Zivildienst kann unter
bestimmten Voraussetzungen
anerkannt werden. |